Electrolux rutscht wegen US-Schwäche in die roten Zahlen - Stellenabbau geplant
Stockholm, 24. Apr (Reuters) - Der schwedische Hausgerätehersteller ElectroluxELUXb.ST ist im ersten Quartal wegen einer schwachen Nachfrage in den USA überraschend in die roten Zahlen gerutscht. Das Unternehmen wies am Freitag einen operativen Verlust von 266 Millionen Kronen (etwa 24,5 Millionen Euro) aus, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 452 Millionen Kronen erzielt worden war. Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 280 Millionen Kronen gerechnet. Als Grund nannte der Konzern, zu dem Marken wie AEG und Frigidaire gehören, neben dem Nachfrageeinbruch höhere Kosten durch US-Zölle. Der Umsatz in Nordamerika, das rund ein Drittel der Konzernerlöse ausmacht, schrumpfte organisch um 11,6 Prozent. Der Konzernumsatz ging um 0,5 Prozent zurück. Seine Jahresprognose für den nordamerikanischen Markt senkte Electrolux von "neutral bis negativ" auf "negativ".
Als Reaktion auf die anhaltenden Probleme kündigte der WhirlpoolWHR.N-Konkurrent eine weitreichende Partnerschaft mit dem chinesischen Rivalen Midea000333.SZ in Nordamerika an. Geplant sind drei Gemeinschaftsunternehmen für die Herstellung von Kühl- und Waschgeräten. Zur Finanzierung der Kooperation und weiterer Umbaumaßnahmen plant Electrolux eine Kapitalerhöhung im Volumen von neun Milliarden Kronen. Die Partnerschaft und die Umstrukturierungen werden den Angaben zufolge zum Abbau von 3000 Arbeitsplätzen führen. Konzernchef Yannick Fierling erklärte, die Initiativen würden die Zukunft von Electrolux langfristig verändern. Der Hersteller kämpft seit Jahren mit einer schwachen Nachfrage und der Konkurrenz durch billigere Anbieter, was den Aktienkurs seit den Höchstständen von 2021 um 75 Prozent einbrechen ließ.
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