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Iran-Krieg dämpft Zuversicht bei GE Aerospace

ReutersApr 21, 2026 2:31 PM
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- Steigende Ölpreise und eingetrübte Aussichten für die Luftfahrt wegen des Iran-Kriegs dämpfen den Optimismus des Flugzeug-Zulieferers GE AerospaceGE.N. "Ohne die aktuellen Ereignisse würden wir von einer Erhöhung der Prognose sprechen", sagte Vorstandschef Larry Culp am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. So werde der Triebwerksbauer 2026 dank eines starken Jahresbeginns "nur" am oberen Rand seiner bisherigen Gewinnprognose landen, die von 7,10 bis 7,40 Dollar je Aktie reicht. Im ersten Quartal übertraf GE mit einem Gewinn von 1,86 (Vorjahr: 1,49) Dollar je Aktie die Analystenerwartungen. Der Nettogewinn lag bei 1,9 Milliarden Dollar. Der Umsatz schoss um 29 Prozent auf 11,6 Milliarden in die Höhe.

Fluggesellschaften bangen angesichts der Blockade der Straße von Hormus um den Kerosin-Nachschub, einige drosseln die Zahl der Flüge. GE Aerospace geht davon aus, dass der Rohöl-Preis bis zum Ende des dritten Quartals hoch bleibt. Das drückte die GE-Aktie zu Handelsbeginn um ein Prozent.

Die Zahl der Flüge, von der das lukrative Wartungsgeschäft von GE direkt abhängt, werde 2026 allenfalls um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz wachsen, hieß es in der Mitteilung. Bisher war der Konzern von einem Zuwachs um etwa fünf Prozent ausgegangen. Im Nahen Osten seien die Auswirkungen stärker, andere Weltregionen zeigten sich robust. Je länger Flugzeuge in der Luft sind, desto öfter müssen sie gewartet werden. Allerdings sind die meisten Wartungstermine für 2026 längst geplant und die Nachfrage nach Ersatz-Triebwerken und anderen Ersatzteilen höher als die Lagerbestände. Das spielt Firmen wie GE Aerospace oder der Münchner MTU Aero EnginesMTXGn.DE in die Hände, die maßgeblich vom Wartungsgeschäft leben.

Culp rechnet daher damit, dass sich die Folgen des Krieges erst mit einigen Quartalen Verzögerung zeigten - danach werde die Nachfrage aber umso stärker anziehen. Im zweiten Halbjahr bestehe die Gefahr, dass die Fluggesellschaften weniger Maschinen in die Werkstatt schickten und die Auslieferung von neuen Flugzeugen verzögerten. "Aber es gibt unzählige Fluggesellschaften, die in der Warteschlange stehen, die gerne ihren Platz einnehmen", sagte Culp. "Ich kenne zurzeit keinen Kunden, der seinen Werkstatttermin verschieben will."

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