Merz: Es gibt keinen Grund für US-Intervention auf Kuba
Hannover, 20. Apr (Reuters) - Bundeskanzler Friedrich Merz und der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva haben die USA davor gewarnt, militärisch auf Kuba zu intervenieren. "Es gibt keinerlei erkennbare Grundlage für eine Intervention auf Kuba", sagte Merz am Montag in Hannover in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Lula. "Von Kuba geht trotz aller Probleme, die dieses Land mit dem kommunistischen Regime innenpolitisch hat, keinerlei erkennbare Gefährdung für Drittstaaten außerhalb Kubas aus." Er könne nur "den dringenden Rat geben", Themen wie Freizügigkeit, offene Grenzen und Menschenrechte auf diesem Wege zu besprechen. Die USA sollten nicht ohne Not einen neuen Konflikt beginnen.
Ähnlich äußerte sich Lula: "Ich wäre gegen die Invasion von Kuba", sagte er. "Ich bin gegen Mangel an Respekt vor der territorialen Integrität der Länder." Man dürfe einem Land nicht vorschreiben, wie die Gesellschaft sich organisieren soll. Es sei ein weltweiter Skandal, dass Kuba schon seit 70 Jahren Sanktionen und Blockaden erleide. "Ein Land hatte nicht die Chance, nach der Revolution über sein Schicksal zu entscheiden, weil eine Weltmacht eine rein ideologisch motivierte Blockade gegen das Volk durchführt", fügte er mit Blick auf die USA hinzu.
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