Kampfe im Gazastreifen - Mindestens zwei Tote
Kairo, 20. Apr (Reuters) - Ungeachtet der von US-Präsident Donald Trump im vergangenen Oktober vermittelten Waffenruhe im Gazastreifen zwischen Israel und Hamas ist es auch am Montag zu tödlichen Konfrontationen gekommen. Bei israelischen Luftangriffen wurden nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte mindestens zwei Menschen getötet. Ein Mann sei im Flüchtlingslager Bureidsch im Zentrum des Küstengebiets ums Leben gekommen, eine weitere Person in Gaza-Stadt, teilten Sanitäter mit.
Zudem sei es östlich von Chan Junis zu Gefechten zwischen Kämpfern der radikal-islamischen Hamas und einer von Israel unterstützten Miliz gekommen, berichteten Augenzeugen. Die Milizionäre seien aus einem von Israel kontrollierten Gebiet in den von der Hamas verwalteten Sektor vorgedrungen. Als sie sich zurückziehen wollten, habe ein Hamas-Kämpfer eine Panzerabwehrgranate auf ihr Fahrzeug abgefeuert. Die Hamas, die solche Gruppen als israelische Kollaborateure bezeichnet, nahm zu dem Vorfall ebenso wenig Stellung wie die Miliz selbst.
Das Auftreten dieser kleinen, lokal agierenden Gruppen erhöht den Druck auf die Hamas und dürfte die Bemühungen um eine Stabilisierung des zerstörten Gazastreifens erschweren. Bei der Bevölkerung sind sie unbeliebt, da sie unter israelischer Kontrolle stehen. Gemäß der Waffenruhe kontrollieren israelische Truppen ein entvölkertes Gebiet, das weit über die Hälfte des Gazastreifens ausmacht, während die Hamas den verbleibenden Küstenstreifen beherrscht.
Die Umsetzung weiterer Vereinbarungen des Abkommens zur Waffenruhe, wie die Entwaffnung der Hamas und der Abzug der israelischen Armee, stockt. Seit Inkrafttreten der Feuerpause sind palästinensischen Sanitätern zufolge mehr als 750 Palästinenser getötet worden. Israel beklagt den Tod von vier Soldaten und wirft der Gegenseite ebenso wie die Hamas Verstöße gegen das Abkommen vor.
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