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ZVEI: Deutsche Elektroindustrie plant massive Investitionen in KI

ReutersApr 20, 2026 6:49 AM
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- Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie plant massive Investitionen in industrielle Künstliche Intelligenz (KI). Mehr als die Hälfte der Unternehmen wolle zwischen zehn und 25 Prozent ihrer Gesamtinvestitionen für diese Technologie aufwenden, ergab eine am Montag veröffentlichte Erhebung des Branchenverbands ZVEI anlässlich der Hannover Messe. "Technologisch herrscht Aufbruchstimmung", sagte ZVEI-Präsident Gunther Kegel. Fast jedes zweite Unternehmen setze industrielle KI bereits produktiv ein. Die Mehrheit der Betriebe gehe zudem davon aus, dass sich die Ausgaben nach spätestens ein bis zwei Jahren auszahlen.

Um das volle Potenzial der Technologie im Wettbewerb mit China auszuschöpfen, forderte Kegel eine praxistauglichere Regulierung. Er halte zusätzliche Gesetze für industrielle KI für vorerst überflüssig. Denn die Sicherheit der Produkte werde über zahlreiche anderweitige Normen gewährleistet. Nur wenn Lücken erkennbar würden, sollten zusätzliche Gesetze verabschiedet werden. Parallel dazu bekräftigte SiemensSIEGn.DE-Chef Roland Busch in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg seine Kritik am "AI Act". Ohne Veränderungen werde der Technologiekonzern seine geplanten KI-Investitionen von einer Milliarde Euro vorrangig in die USA und nach China leiten.

Trotz dieser Hürden und der geopolitischen Belastungen rechnet der ZVEI nach drei Krisenjahren für 2026 wieder mit einem Aufschwung. Der Verband erwarte ein reales Produktionsplus von zwei Prozent, sofern sich die Lage im Iran-Krieg im zweiten Quartal normalisiere. Bislang lägen die Auftragseingänge über den Vorjahreswerten. Zudem gewinne der europäische Binnenmarkt an Bedeutung, betonte Kegel. Dieser wachse überdurchschnittlich, während das Geschäft mit dem Rest der Welt schwieriger werde.

Neben der KI sieht der Verband in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie ein weiteres strategisches Wachstumsfeld. Da moderne Waffensysteme zunehmend auf Elektronik und Software basierten, steige der Elektronikanteil an Rüstungsgütern kontinuierlich, hieß es. Um zivilen Technologieunternehmen den Einstieg in diesen stark regulierten Markt zu erleichtern, hat der ZVEI eine neue Plattform gegründet. Der ZVEI-Geschäftsführer Wolfgang Weber forderte in diesem Zusammenhang eine Modernisierung des staatlichen Beschaffungswesens. Dieses müsse flexibler und schneller werden, um auf die Fähigkeiten der Industrie frühzeitig zurückgreifen zu können.

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