Niederlage für Bayer in US-Werbestreit mit Johnson & Johnson
New York, 18. Apr (Reuters) - BayerBAYGn.DE hat im Rechtsstreit mit seinem US-Konkurrenten Johnson & JohnsonJNJ.N wegen angeblich irreführender Werbung für ein Prostatakrebs-Medikament eine Niederlage erlitten. Ein Richter in Manhattan wies den Antrag des Leverkusener Pharmakonzerns auf ein Verbot per einstweiliger Verfügung am späten Freitagabend ab. Bayer wirft dem US-Konkurrenten vor, fälschlicherweise zu behaupten, dass dessen Medikament Erleada das Sterberisiko von Patienten im Vergleich zu Bayers Präparat Nubeqa um 51 Prozent senke. Dem Richter zufolge konnte Bayer jedoch nicht darlegen, dass die Klage in der Hauptsache voraussichtlich Aussicht auf Erfolg habe. Die von Johnson & Johnson zitierten Studienauswertungen wiesen keine derart gravierenden methodischen Fehler auf, dass die Werbeaussagen falsch oder irreführend seien, hieß es in der 41-seitigen Urteilsbegründung.
Während eine Bayer-Sprecherin mitteilte, das Unternehmen sehe der Entscheidung in der Hauptsache weiterhin zuversichtlich entgegen, sprach Johnson & Johnson von einem Sieg für die Patienten. Im Jahr 2025 belief sich der Umsatz mit Nubeqa auf 2,39 Milliarden Euro. Das Konkurrenzmittel Erleada brachte Erlöse von 3,57 Milliarden Dollar ein.
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