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Sorge vor Cyberangriffen: US-Regierung trifft sich mit Anthropic-CEO

ReutersApr 17, 2026 11:48 PM
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- Die US-Regierung und der Chef des KI-Unternehmens Anthropic, Dario Amodei, haben sich erstmals seit einem Streit Anfang des Jahres zu Gesprächen getroffen. Bei dem Treffen am Freitag sei es um eine mögliche Zusammenarbeit sowie um gemeinsame Ansätze zur Bewältigung der Herausforderungen der KI-Modelle von Anthropic gegangen, teilte das Weiße Haus mit. Anthropic bezeichnete das Treffen als "produktiv". Man habe erörtert, wie man bei wichtigen gemeinsamen Prioritäten wie Cybersicherheit, Amerikas Führungsrolle im KI-Rennen und KI-Sicherheit zusammenarbeiten könne. Hintergrund sind wachsende Befürchtungen, dass das neueste KI-Modell von Anthropic, "Mythos", Cyberangriffe massiv verstärken könnte. Die neue Anthropic-KI hat Cybersicherheitsexperten weltweit alarmiert. Sie ermöglicht es Laien, komplexe Hackerangriffe zu starten. Bei ersten Tests hatte "Mythos" Sicherheitslücken entdeckt, die trotz zahlreicher Prüfungen durch Menschen jahrelang unerkannt geblieben waren. Die Bankenbranche gilt mit ihren veralteten Technologiesystemen als besonders anfällig für Angriffe durch KI. Regierungsvertreter in den USA, Kanada und Großbritannien haben sich mit führenden Bankenvertretern getroffen, um die von "Mythos" ausgehenden Bedrohungen zu erörtern. Die Europäische Zentralbank (EZB) will Insidern zufolge mit führenden Bankenmanagern über mögliche Konsequenzen aus dieser Entwicklung beraten. Das am 7. April angekündigte Anthropic-Modell "Mythos" wird zunächst einer Gruppe von ausgesuchten Unternehmen zur Verfügung gestellt. Im Rahmen der Initiative "Project Glasswing" dürfen die Firmen das Modell nutzen, um nach Schwachstellen in der Cybersicherheit zu suchen.

Bereits vor der Einführung von "Mythos" waren sich die US-Regierung und die Firma aus dem Silicon Valley uneinig über den Einsatz der KI von Anthropic. Auslöser des Streits war die Weigerung des Unternehmens, dem Militär die Nutzung seiner Künstlichen Intelligenz (KI) für interne Überwachungszwecke oder autonome Waffen zu gestatten. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte Anthropic daraufhin als Risiko für die nationale Sicherheit und die Lieferketten eingestuft. US-Präsident Donald Trump hatte zudem in einem Beitrag in den sozialen Medien angeordnet, dass alle Regierungbehörden die Nutzung der Künstlichen Intelligenz von Anthropic einstellen sollten.

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