04. Apr (Reuters) - Es folgen Meldungen rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
17.06 Uhr - US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit einer Ausweitung der Angriffe in zwei Tagen. "Die Zeit wird knapp - 48 Stunden, bevor die Hölle über sie hereinbricht", schreibt Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. "Ehre sei Gott!" Trump verweist auf eine frühere zehntägige Frist, um entweder ein Abkommen zu schließen oder die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Eine iranische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.
16.58 Uhr - In den USA werden die Nichte und Großnichte des getöteten iranischen Militärkommandeurs Ghassem Soleimani festgenommen. Zuvor habe US-Außenminister Marco Rubio deren dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung widerrufen, teilt das Außenministerium in Washington mit. Hamideh Soleimani Afschar und ihre Tochter befänden sich nun in der Obhut der US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE, heißt es in der Erklärung weiter. Der ehemalige Kommandeur der Al-Kuds-Brigade war im Januar 2020 auf Befehl von US-Präsident Donald Trump bei einem Drohneneinsatz in Bagdad getötet worden.
15.50 Uhr - Der russische Staatskonzern Rosatom zieht nach Berichten russischer Nachrichtenagenturen 198 Mitarbeiter aus dem iranischen Kernkraftwerk Buschehr ab. Die Evakuierung sei bereits geplant gewesen, bevor die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) den Tod eines iranischen Wachmanns durch Bombensplitter gemeldet habe. Die Entwicklungen nahe der Anlage verliefen nach dem schlimmsten anzunehmenden Szenario, zitieren die Agenturen Rosatom-Chef Alexej Lichatschow. Der russische Präsident Wladimir Putin sei über die Lage informiert worden.
14.25 Uhr - Die iranische Militärführung hat nach eigenen Angaben beim Abschuss eines US-Kampfjets am Freitag ein neues Luftabwehrsystem eingesetzt. Man werde mit Sicherheit die vollständige Kontrolle über den Luftraum des Landes erlangen, teilt das Oberkommando der Streitkräfte mit.
13.55 Uhr - Der Iran greift in der Straße von Hormus ein Schiff mit nicht näher erläutertem Bezug zu Israel mit einer Drohne an und setzt es in Brand. Dies melden iranische Staatsmedien unter Berufung auf den Marine-Kommandeur der Revolutionsgarden. Eine Stellungnahme aus Israel liegt zunächst nicht vor.
13.06 Uhr - Die österreichische Außenministerin Beate Meinl-Reisinger hat sich per Telefonat direkt ihren iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi gewandt. "In Zeiten wie diesen ist es wichtig, den Dialog aufrechtzuerhalten", erklärt sie auf X. Sie fordert nach eigenen Angaben eine Deeskalation und ein Ende der Angriffe auf Nachbarstaaten. Zudem müsse die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus wiederhergestellt werden. Dies sei besonders wichtig für die globale Versorgung mit Lebensmitteln. Österreich unterstütze jeden diplomatischen Weg zu einer neuen Vereinbarung über das iranische Atomprogramm und zur vollständigen Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA).
12.59 Uhr - Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi zeigt sich offen für Vermittlungsgespräche in Islamabad. Der Iran habe sich nie geweigert, dorthin zu reisen, sagt er. Wichtig seien die Bedingungen für ein endgültiges und dauerhaftes Ende des "illegalen Krieges, der uns aufgezwungen wird".
12.18 Uhr - Der Iran erlaubt Schiffen mit lebenswichtigen Gütern die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu den eigenen Häfen. Dies meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf ein offizielles Schreiben. Schiffe, die iranische Häfen ansteuern, müssen sich demnach mit den Behörden abstimmen und festgelegte Protokolle einhalten. Dies gelte auch für Schiffe, die sich derzeit im Golf von Oman befinden. Der Iran hält die Meerenge, durch die normalerweise etwa ein Fünftel des weltweiten Ölhandels fließt, als Vergeltung für die am 28. Februar begonnenen US-israelischen Angriffe weitgehend geschlossen.
11.53 Uhr - Der Irak schließt den Grenzübergang Schalamtscheh zum Iran für den Handel und für Reisende. Das teilen die irakischen Grenzbehörden mit. Zuvor ist bei Luftangriffen auf einen Empfangsbereich auf der iranischen Seite ein irakischer Staatsbürger getötet worden, wie aus Sicherheitskreisen verlautet. Mindestens fünf weitere Iraker seien schwer verletzt worden. Die meisten von ihnen befänden sich in einem kritischen Zustand.
11.43 Uhr - Nach dem Einschlag eines Projektils in der Nähe des iranischen Kernkraftwerks Buschehr gibt es der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zufolge keine erhöhten Strahlungswerte. Wie die IAEA auf der Plattform X mitteilt, kam ein Wachmann durch Splitter ums Leben. Zuvor hatte bereits die iranische Nachrichtenagentur Tasnim über das Todesopfer und Schäden an einem Nebengebäude berichtet. Die IAEA erklärt dazu, dass die Schäden durch Druckwellen und Trümmerteile entstanden seien.
11.16 Uhr - Iranische Medien berichten über mehrere Angriffe. Der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge traf ein Geschoss ein Gebäude in der Umgebung des Atomkraftwerks Buschehr. Dabei sei ein Mensch ums Leben gekommen. Der Betrieb der Anlage sei nicht beeinträchtigt. Den Medien zufolge gab es auch Luftangriffe auf ein Industriegebiet der Petrochemie-Branche im Südwesten des Landes, bei denen fünf Menschen verletzt wurden. Zudem sollen im Westen des Landes Lagerhallen für Wasserflaschen attackiert worden sein.
07.07 Uhr - Im Iran sind einem Medienbericht zufolge erneut zwei Oppositionelle hingerichtet worden. Die beiden Männer hätten Verbindungen zur Organisation der Volksmudschahedin gehabt und seien wegen bewaffneter Angriffe verurteilt worden, melden iranische Medien. Details werden zunächst nicht bekannt. In den vergangenen Tagen hat es immer wieder Exekutionen von Gegnern der iranischen Führung mit diesem Hintergrund gegeben.
05.45 Uhr - Nach einem Luftabwehreinsatz in Dubai stürzen Trümmerteile auf ein Gebäude des US-Technologiekonzerns OracleORCL.N. Bei dem Vorfall im Technologiepark Internet City gibt es nach Angaben der Behörden des Emirats keine Verletzten. Oracle steht auf einer Liste von 18 US-Unternehmen, die die iranischen Revolutionsgarden als Vergeltung für Angriffe auf ihr Land zu Zielen erklärt haben.
04.20 Uhr - In Dubai treffen nach einem Abfangmanöver Trümmerteile die Fassade eines Gebäudes im Marina-Viertel. Dabei bricht weder ein Brand aus, noch gibt es Verletzte, teilt das Medienbüro des Emirats auf der Kurzmitteilungsplattform X mit.
02.45 Uhr - Das israelische Militär attackiert nach eigenen Angaben Infrastruktur der libanesischen Hisbollah-Miliz in Beirut. Unterdessen heulen in Bahrain dem dortigen Innenministerium zufolge die Warnsirenen.
02.15 Uhr - Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm warnt vor den ökonomischen Folgen des Iran-Krieges und hält eine Stagnation in Deutschland für möglich. "Die Auswirkungen werden länger spürbar sein, als es zunächst erwartet wurde", sagt die Ökonomin einem Vorabbericht der "Rheinischen Post" zufolge. Dass die Forschungsinstitute für 2026 noch mit einem Wachstum von 0,6 Prozent rechnen, nennt sie optimistisch. So passieren 20 Prozent der Öl- und Flüssiggastransporte sowie ein Drittel der Düngemittellieferungen die Straße von Hormus, zudem seien viele Förderanlagen zerstört. Die Konsequenzen für die Weltwirtschaft seien daher gravierend.
01.34 Uhr - Der UN-Sicherheitsrat stimmt Insidern zufolge voraussichtlich erst in der kommenden Woche über die von Bahrain eingebrachte Resolution zum Schutz der Handelsschifffahrt in und um die Straße von Hormus ab. Ein ursprünglich für Freitag angesetztes und dann auf Samstag verschobenes Treffen der 15 Mitgliedstaaten sei erneut vertagt worden, sagen mehrere Diplomaten. Ein genauer Termin stehe noch nicht fest. Der Entwurf stößt auf Widerstand von Ländern wie China und Russland und ist bereits abgeschwächt worden. Die Veto-Macht China lehnt eine Ermächtigung zur Gewaltanwendung strikt ab. Die UN-Vertretung Bahrains äußert sich zunächst nicht zu den Gründen für die Verschiebung.
01.12 Uhr - In der syrischen Hauptstadt Damaskus und Umgebung sind Explosionen zu hören. Dem syrischen Staatsfernsehen zufolge löse das Abfangen iranischer Raketen durch die israelische Luftabwehr die Detonationen aus.