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Studie: Deutsche Firmen forcieren KI-Einsatz trotz Bedenken

ReutersMar 25, 2026 12:00 PM

- Hoher Wettbewerbsdruck zwingt deutsche Unternehmen einer Umfrage zufolge zu einer riskanten KI-Strategie. 70 Prozent der Verantwortlichen hätten Projekte trotz Sicherheitsbedenken genehmigt, ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Erhebung der Cybersicherheitsfirma TrendAI und des Analysehauses Sapio. Fast jeder Fünfte der 200 Befragten habe die Bedenken als "extrem" eingestuft. Um nicht hinter die Konkurrenz zurückzufallen, seien die Risiken aber ignoriert worden.

Viele der IT-Experten müssten sich dem Druck der Unternehmensführung beugen, Künstliche Intelligenz (KI) rasch und in großem Stil einzusetzen, hieß es weiter. Mehr als die Hälfte könne bei der Erarbeitung von Sicherheitsmechanismen mit der technologischen Entwicklung nicht Schritt halten. Gleichzeitig räumten 46 Prozent ein, die rechtlichen Rahmenbedingungen für den KI-Einsatz seien in ihrem Unternehmen nur unzureichend bekannt. "Wenn die Einführung von KI eher durch Wettbewerbsdruck als durch reife Governance-Strukturen getrieben wird, entsteht eine Situation, in der KI in kritische Systeme integriert wird, ohne dass die notwendigen Kontrollen vorhanden sind", sagte Richard Werner, Cybersicherheitsberater bei TrendAI.

Die zunehmende Verbreitung weitgehend autonom agierender KI-Agenten verschärfe die Situation, warnten die Autoren der Studie. Als Hauptrisiken sähen die Befragten den Verlust der Kontrolle über Geschäftsabläufe durch manipulierte KI-Befehle (39 Prozent) und die Preisgabe sensibler Daten (36 Prozent). Rund ein Drittel befürworte daher die Möglichkeit einer Notabschaltung der KI bei Fehlfunktionen oder Missbrauch.

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