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Schindler: Würden gegen Fusion von Kone und TKE Kartellbehörden anrufen

ReutersMar 24, 2026 3:23 PM

- Der Aufzug- und Fahrtreppenhersteller SchindlerSCHP.S kündigt Widerstand gegen einen möglichen Zusammenschluss der Rivalen KoneKNEBV.HE und der deutschen TK Elevator an. Der Schweizer Konzern würde gegen eine solche Transaktion bei den Kartellbehörden Beschwerde einlegen, sagte Konzernchef Paolo Compagna der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Die Fusion käme einem Kahlschlag gleich, der zu erheblichen Turbulenzen in der Branche führen würde, da die dritt- und viertgrößten Aufzugshersteller der Welt Überschneidungen bei Kundenstämmen, Produktionsstätten und Teams abbauen müssten. "Ich bin mir sicher, dass wir nicht die Einzigen wären, die sich dafür einsetzen, dass dieses Kartellrecht in jedem möglichen Land überprüft wird", sagte Compagna. Kone und TKE reagierten zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Mitte März hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet, dass der finnische Aufzugshersteller Kone in Verhandlungen über den Kauf von TK Elevator (TKE) stehe, der ehemaligen Aufzugsparte von ThyssenkruppTKAG.DE. Durch eine Fusion der beiden Unternehmen würde der weltweit größte Aufzugshersteller entstehen, der den derzeitigen Weltmarktführer OtisOTIS.N und den zweitgrößten Anbieter Schindler in den Schatten stellen würde. Bloomberg zufolge könnte der Wert einer Transaktion bei bis zu 25 Milliarden Euro liegen.

Schindlers Haltung zu dieser Fusion sei nicht neu, sondern entspreche der Position zum Zeitpunkt des früheren Kone-Angebots für TKE im Jahr 2019, erklärte Compagna. Der finnische Konzern hatte damals in einem Konsortium mit CVC Capital Partners CVC.AS für das Unternehmen geboten. Er wurde jedoch letztlich von einem rund 17,2 Milliarden Euro schweren Angebot der Finanzinvestoren Advent International und Cinven, den derzeitigen Eigentümern, übertroffen.

Das gegenwärtige Umfeld für Firmenzusammenschlüsse sei herausfordernder als im Jahr 2019, sagte der Konzernchef. Eine mögliche Fusion würde mehrere Jahre in Anspruch nehmen und vermutlich zahlreiche Unternehmensverkäufe erfordern, sagte Compagna. Sollte eine Transaktion so weit voranschreiten, würde Schindler im Rahmen seiner Strategie für Ergänzungszukäufe den Erwerb von veräußerten Unternehmensteilen prüfen, fügte Compagna hinzu.

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