11. Mrz (Reuters) - Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
11.35 Uhr - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan dringt auf ein Ende des Krieges. Er müsse gestoppt werden, bevor die gesamte Region "ins Feuer geworfen" werde, sagt er vor dem Parlament. Ein Ende des Krieges sei möglich, wenn der Diplomatie eine Chance gegeben werde. Die Türkei sei mit allen Seiten im Gespräch, um dies zu erreichen.
11.22 Uhr - Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben gleichzeitig Angriffswellen auf Beirut und den Iran gestartet. Im Süden der libanesischen Hauptstadt hat die radikal-islamische Hisbollah Hochburgen. Sie ist mit der Führung im Iran verbündet und hat seit Beginn des Krieges Ende Februar mehrfach Ziele in Israel angegriffen.
11.11 Uhr - Polen sieht trotz der Probleme beim Öltransit durch die Straße von Hormus keine Gefahr von Treibstoff-Engpässen. Es bestehe auch keine Notwendigkeit, strategische Treibstoff- oder Ölreserven freizugeben, sagt Energieminister Milosz Motyka. "Was die Reserven betrifft, so befindet sich Polen auf dem durch die internen Vorschriften geforderten Niveau, und es besteht keine Gefahr, dass diese Reserven freigegeben werden müssen", sagt Motyka.
11.00 Uhr - Der Iran droht mit Angriffen auf Wirtschafts- und Finanzziele in der Region, die in Verbindung zu den USA und Israel stehen. Dies sei eine Reaktion auf einen Angriff auf eine iranische Bank, sagt ein Sprecher des Militärkommandos Chatam al-Anbija. "Nach ihrer gescheiterten Kampagne haben die terroristische US-Armee und das grausame zionistische Regime eine der Banken des Landes ins Visier genommen", zitieren Staatsmedien den Sprecher weiter. "Mit dieser unrechtmäßigen und ungewöhnlichen Aktion zwingt uns der Feind dazu, wirtschaftliche Zentren und Banken anzugreifen, die mit den USA und dem zionistischen Regime in der Region verbunden sind." Als zionistisches Regime bezeichnet der Iran gewöhnlich Israel. In der Nacht zum Mittwoch wurde der Nachrichtenagentur Mehr zufolge ein Verwaltungsgebäude der Bank Sepah in Teheran angegriffen. Sie ist eine der größten öffentlichen Banken des Landes und hat historische Verbindungen zum Militär.
10.45 Uhr - Bei Angriffen in der wichtigen Straße von Hormus sind drei Schiffe von unbekannten Projektilen getroffen worden. Dies teilen maritime Sicherheitsbehörden und Insider mit. Auf einem der Schiffe brach ein Feuer aus, woraufhin der Großteil der Besatzung in Sicherheit gebracht werden musste. Zwei Insidern zufolge wurde der unter thailändischer Flagge fahrende Massengutfrachter "Mayuree Naree" etwa elf Seemeilen nördlich des Omans getroffen und beschädigt. Zuvor war das unter japanischer Flagge fahrende Containerschiff "One Majesty" von einem unbekannten Projektil getroffen worden. Der Vorfall ereignete sich 25 Seemeilen nordwestlich von Ras Al Chaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein drittes Schiff, der Massengutfrachter "Star Gwyneth", wurde Sicherheitsfirmen zufolge etwa 50 Meilen nordwestlich von Dubai getroffen. Das unter der Flagge der Marshallinseln fahrende Schiff sei am Rumpf beschädigt worden, teilt die auf maritime Risiken spezialisierte Firma Vanguard mit. Die Besatzung sei unversehrt.
10.13 Uhr - Die Internationale Energieagentur (IEA) rät Insidern zufolge zu einer Freigabe von mehr als 100 Millionen Barrel Öl aus den strategischen Reserven im ersten Monat. Eine Stellungnahme der IEA liegt zunächst nicht vor.
09.47 Uhr - Israel geht einem hochrangigen Insider davon aus, dass der neue Oberste Führer des Iran, Ajatollah Motschtaba Chamenei, bei einem der Angriffe leicht verletzt wurde. Zu dieser Erkenntnis komme der israelische Geheimdienst, sagt der Insider Reuters. Deshalb erscheine Chamenei nicht in der Öffentlichkeit.
08.50 Uhr - Trotz des Nahostkrieges dürfte die Inflation in Frankreich laut Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau niedrig bleiben. "Unsere Inflationsprognose, die im Dezember bei 1,3 Prozent für das Gesamtjahr lag – bereits sehr niedrig und damit deutlich niedriger als bei unseren europäischen Nachbarn – könnte leicht steigen", sagt er dem Rundfunksender RTL und fügt an: "Ich möchte das Wort leicht betonen." Die Inflation in Frankreich werde niedrig bleiben. Frankreich zählt seit Jahren zu den Ländern mit den niedrigsten Teuerungsraten in der Euro-Zone und liegt unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent.
08.31 Uhr - Die G7-Staaten erklären, dass sie grundsätzlich die Umsetzung proaktiver Maßnahmen zur Bewältigung der Situation unterstützen, einschließlich der Nutzung strategischer Reserven.
08.10 Uhr - Das Auswärtige Amt hat entschieden, mit Blick auf die Gefährdungseinschätzung das Personal des Generalkonsulats Erbil temporär aus dem Irak zu verlegen. Die Erreichbarkeit des Konsulats sei weiterhin gewährleistet, heißt es im Außenministerium. Damit ist jetzt das Personal der deutschen diplomatischen Vertretungen in Teheran, Bagdad und Erbil temporär außer Landes.
02.40 Uhr - Einwohner Teherans berichten von den bislang schwersten Luftangriffen des Krieges. "Es war die Hölle", sagt ein Anwohner der Nachrichtenagentur Reuters. Im Osten der Stadt seien zwei fünfstöckige Wohnhäuser getroffen worden. Irans UN-Botschafter spricht von mehr als 1300 getöteten Zivilisten und fast 8000 zerstörten Häusern seit Kriegsbeginn. Bei iranischen Angriffen auf Israel wurden demnach zudem zwölf Menschen getötet