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NAHOST-TICKER-Iran: Vier unserer Diplomaten im Libanon getötet

ReutersMar 10, 2026 5:05 PM

- Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

17.45 Uhr - Iranische Staatsmedien melden den Tod von vier iranischen Diplomaten im Libanon. Sie seien bei einem israelischen Angriff am Sonntag getötet worden, heißt es in den Berichten unter Berufung auf Irans UN-Botschafter Amir Saeid Irawani.

17.40 Uhr - Russland hat nach Angaben des US-Sondergesandten Steve Witkoff Vorwürfe bestritten, wonach es Geheimdienstinformationen über amerikanische Militärziele im Nahen Osten an den Iran weitergegeben haben soll. Das Dementi sei in einem Telefonat am Montag zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin erfolgt, sagt Witkoff dem Sender CNBC. Die "Washington Post" hatte am Freitag berichtet, Russland stelle dem Iran Zielinformationen wie die Positionen von US-Kriegsschiffen und Flugzeugen im Nahen Osten zur Verfügung.

17.30 Uhr - Die US-Regierung hat sich einem Insider zufolge in einem Bericht an Ausschüsse des US-Kongresses zu Kosten des Iran-Einsatzes geäußert. Demnach sei bei den Angriffen auf den Iran allein in den ersten beiden Tagen Munition im Wert von schätzungsweise 5,6 Milliarden Dollar vebraucht worden. Im Kongress wächst angesichts des am 28. Februar gemeinsam mit Israel begonnenen Krieges die Sorge vor schwindenden Beständen der US-Streitkräfte. Präsident Donald Trump hat sich am Freitag zur Aufstockung der Reserven mit Managern von sieben Rüstungsunternehmen getroffen. Erwartet wird, dass das Weiße Haus beim Kongress in Kürze zusätzliche Mittel für den Kriegseinsatz beantragt. Einige Insider rechnen mit einer Summe von 50 Milliarden Dollar, andere halten diese Schätzung aber für zu niedrig angesetzt.

17.00 Uhr - Die Ukraine entsendet nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj einige seiner Luftabwehr-Experten in die Golfregion. Die Fachleute seien nach Katar, Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate geschickt worden, teilt Selenskyj mit. Die Ukraine hat im Abwehrkampf gegen Russland umfangreiche Erfahrungen mit den iranischen Kamikaze-Drohnen gesammelt.

15.08 Uhr - Der israelische Außenminister Gideon Saar lässt offen, wann seine Regierung die Angriffe auf Iran einstellen wird. Man werde sich zu gegebener Zeit mit den US-Partnern absprechen, sagt er nach einem Treffen mit dem deutschen Außenminister Johann Wadephul. Ziel sei es, langfristig die Risiken zu beseitigen, die vom Iran ausgehen. Mit der neuen iranischen Führung sei dies wenig wahrscheinlich. Es gebe aus Sicht Israels jetzt die Möglichkeit, dieses Risiko zu beseitigen. Auch Wadephul sagt, dass die iranische Führung noch nicht bereit sei, auf eine Verhandlungslösung einzugehen.

14.20 Uhr - Der Vorsitzende des iranische Sicherheitsrates, Ali Laridschani, sprich mit Blick auf die Straße von Hormus eine scharfe Drohung aus. Die Meerenge werde entweder eine Straße des Friedens und des Wohlstands für alle sein oder eine Straße der Niederlage und des Leids für "Kriegstreiber", schreibt Laridschani auf der Online-Plattform X. Die für den Öltransit wichtige Schifffahrtsroute ist praktisch geschlossen, seitdem in dem Gebiet Schiffe bei iranischen Angriffen getroffen wurden. Der Iran reagierte damit auf Angriffe der USA und Israels auf sein Territorium. Die Regierung in Teheran hat wiederholt damit gedroht, die Meerenge vollständig zu blockieren.

14.00 Uhr - Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi telefoniert. Die beiden hätten über die Lage im Nahen Osten gesprochen, teilt das Außenministerium in Moskau mit. Russland und der Iran hatten vor gut einem Jahr eine engere Zusammenarbeit vereinbart. Die wirtschaftliche und militärische Kooperation soll demnach über 20 Jahre vertieft werden.

13.49 Uhr - Großbritannien arbeitet angesichts iranischer Drohungen gemeinsam mit Verbündeten an Optionen zum Schutz der kommerziellen Schifffahrt in der Straße von Hormus. Dies sagt ein Sprecher von Premierminister Keir Starmer nach Telefonaten Starmers mit Bundeskanzler Friedrich Merz und der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. "Wir arbeiten mit unseren Verbündeten an einer Reihe von Optionen, um die kommerzielle Schifffahrt durch die Meerenge zu unterstützen, je nachdem, wie sich die Bedrohungslage entwickelt", sagt der Sprecher vor der Presse. Starmer, Merz und Meloni hätten am Montagabend die "entscheidende Bedeutung der Freiheit der Schifffahrt" betont und eine enge Zusammenarbeit vereinbart.

13.41 Uhr - Der spanische Außenminister Jose Manuel Albares bezeichnet eine mögliche Bodenoffensive des israelischen Militärs im Libanon als "gewaltigen Fehler". Zugleich fordert er die libanesische Hisbollah-Miliz, die mit dem Iran verbündet ist, auf, ihre Raketenangriffe auf Israel einzustellen. Zudem kündigt Albares an, dass Spanien humanitäre Hilfe im Wert von neun Millionen Euro in die libanesische Hauptstadt Beirut schicken werde.

13.35 Uhr - Bundeskanzler Friedrich Merz äußert sich kritisch über die Kriegsführung der USA und Israels. Beide Länder führten seit mehr als einer Woche Krieg gegen den Iran, er teile viele Ziele, sagt Merz in Berlin. "Vor allem besorgt uns, dass es offensichtlich keinen gemeinsamen Plan gibt, wie dieser Krieg schnell zu einem überzeugenden Ende gebracht werden kann", fügt er hinzu. Er fordert den Iran zudem auf, sofort die "wahllosen" Angriffe auf Staaten in der Region zu beenden.

13.33 Uhr - Das US-Militär prüft für den Fall eines entsprechenden Auftrags Optionen für den Schutz von Schiffen in der Straße von Hormus. "Sollten wir den Auftrag zum Eskortieren erhalten, werden wir die verschiedenen Optionen prüfen, um die militärischen Voraussetzungen dafür zu schaffen", sagt US-Generalstabschef Dan Caine vor der Presse. Die Straße von Hormus zwischen dem Iran und dem Oman ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Öltransport und war in der Vergangenheit wiederholt Schauplatz internationaler Spannungen.

13.06 Uhr - Der Iran wird am Dienstag US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zufolge so stark bombiert wie noch an keinem anderen Tag des Krieges. Es würden die meisten Kampfflugzeuge und Bomber eingesetzt, sagt Hegseth, der sich selbst Kriegsminister nennt, gegenüber der Presse. Der Iran verzweifele. Das Land stehe alleine da und verliere.

12.55 Uhr - Frankreich hat Verteidigungsministerin Catherine Vautrin zufolge seinen Verbündeten im Nahen Osten nach Angriffen aus dem Iran Luftabwehrmaterial zur Verfügung gestellt. Dies sagt sie im französischen Sender franceinfo.

12.10 Uhr - US-Präsident Donald Trump ist möglicherweise zu Gesprächen mit dem Iran bereit. Das erklärt er am Montag in einem Interview mit Fox News, wie der TV-Sender am Dienstag bekanntgibt.

11.25 Uhr - Laut der Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Marija Kolak, muss sich Europa auf erhöhte Unsicherheit gefasst machen: "Nun führt uns auch der Iran-Krieg vor Augen, wie fragil die geopolitische Lage ist und wie sensibel unsere Waren- und Energiebeziehungen sind." Man hoffe, dass sich das Thema zügig sortiere. BVR-Vorstandsmitglied Tanja Müller-Ziegler betont, die Genossenschaftsbanken seien regional engagiert und mehr fokussiert auf die Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland: "Wir sehen kein direktes Risiko im Exposure für unsere Banken."

10.28 Uhr - Russland ist nach Ansicht von EU-Ratspräsident Antonio Costa bislang der einzige Gewinner des Kriegs im Nahen Osten. "Es erhält neue Ressourcen zur Finanzierung seines Krieges gegen die Ukraine, da die Energiepreise steigen", sagt Costa in einer Rede vor EU-Botschaftern in Brüssel. Zudem rücke der Konflikt im Nahen Osten in den Mittelpunkt und verringere die Aufmerksamkeit für die ukrainische Front. Costa mahnt zur Deeskalation und zur Rückkehr an den Verhandlungstisch.

09.26 Uhr - Die iranische Armee erklärt, sie habe Raffinerien und Öllager in der israelischen Hafenstadt Haifa mit Drohnen angegriffen. Dies sei eine Vergeltung für Angriffe auf Öllager in der Islamischen Republik.

09.19 Uhr - Die Energieminister der sieben wichtigsten Industriestaaten (G7) kommen am frühen Nachmittag zusammen, um über die Lage am Gas- und Ölmarkt zu beraten. Das Treffen sei füt 13.45 Uhr (MEZ) angesetzt, sagt ein EU-Vertreter.

08.59 Uhr - Israel ist bei der Erreichung seiner Kriegsziele im Iran nach Aussagen des Botschafters in Frankreich dem Zeitplan voraus. Dazu gehörten unter anderem die Schwächung der Behörden, damit das iranische Volk sein Schicksal selbst in die Hand nehmen kann, sagt Joshua Zarka. Im Libanon sei es der libanesischen Regierung noch nicht gelungen, die Hisbollah zu entwaffnen, sagt Zarka in dem Interview mit dem französischen Fernsehsender BFMTV. Ihm sei nicht bekannt, dass Israel die Entscheidung getroffen habe, mit dem Libanon über ein Ende des Krieges verhandeln zu wollen.

08.15 Uhr - Ein US-Patriot-Luftabwehrsystem ist nach türkischen Angaben in der südöstlichen Provinz Malatya stationiert worden. Dies sei Teil der Maßnahmen der Nato zur Stärkung der Luftabwehr ihres Verbündeten angesichts der Raketenbedrohung durch den Iran-Krieg, teilt das türkische Verteidigungsministerium mit. Die Nato-Radarstation Kurecik, die wichtige Daten für das Bündnis liefert und zur Identifizierung von zwei iranischen Raketen beigetragen hat, die in Richtung Türkei flogen, befindet sich in Malatya. Das Ministerium erklärt, die Türkei werde weiterhin mit den NATO-Verbündeten zusammenarbeiten und die regionalen Entwicklungen gemeinsam bewerten.

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