10. Mrz (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine, der seit Beginn der großangelegten russischen Invasion am 24. Februar 2022 andauert. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
16.45 Uhr - Die Türkei ist nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bereit, die nächste Runde der Friedensgespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA auszurichten. Dies habe ihm der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in einem Telefonat gesagt, schreibt Selenskyj auf Facebook. "Wir schätzen diese Initiative und hoffen, dass sie Ergebnisse bringen kann."
15.40 Uhr - Die Ukraine kontrolliert nach russischer Darstellung noch etwa 15 bis 17 Prozent der Region Donezk. Dies sagt der von Russland eingesetzte Gouverneur der Region, Denis Puschilin, bei einem im Staatsfernsehen übertragenen Treffen mit Präsident Wladimir Putin. Daraus ergibt sich, dass russische Truppen inzwischen 83 bis 85 Prozent des Gebiets eingenommen haben. Zusammen mit der Region Luhansk würde Russland damit mehr als 90 Prozent des Donbass kontrollieren. Die Regierung in Moskau beansprucht die gesamte Region Donezk als eigenes Staatsgebiet, was international nicht anerkannt wird.
14.32 Uhr - Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico ist sich eigenen Angaben zufolge mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einig, dass der Öl-Transit durch die Druschba-Pipeline wieder aufgenommen werden sollte. Er begrüße zudem die Bereitschaft der EU, technische und finanzielle Hilfe für die nötigen Reparaturen bereitzustellen, sagt Fico nach einem Treffen mit von der Leyen. Über die Leitung versorgt Russland seit den 1960er Jahren Ungarn und die Slowakei mit Öl. Der Transport ist seit dem 27. Januar allerdings unterbrochen. An dem Lieferstopp hat sich ein Streit entzündet, der zu Ungarns Blockade von EU-Hilfen für die Ukraine im Krieg gegen Russland führte. Selenskyj hat sich mehrfach gegen Kritik aus Ungarn sowie der Slowakei verwahrt und auf die anhaltenden russischen Angriffe auf den Energiesektor seines Landes verwiesen.
12.31 Uhr - Bei einem russischen Angriff auf die ostukrainische Frontstadt Slowjansk sind vier Menschen ums Leben gekommen. Weitere 16 Personen seien verletzt worden, sagt der Gouverneur der Region, Wadym Filaschkin. Russland habe drei Gleitbomben auf die Stadt abgeworfen. Unter den Verletzten befinde sich ein 14-jähriges Mädchen.
00.30 Uhr - Eine russische Drohne trifft in der ukrainischen Großstadt Charkiw ein Gebiet nahe einem Hochhaus. Sechs Menschen werden verletzt, darunter ein Kleinkind, teilt Bürgermeister Ihor Terechow mit. Die Drohne zerschmettert Fensterscheiben und setzt Autos in Brand. Bei einem separaten russischen Beschuss der südöstlichen Stadt Dnipro werden nach Angaben von Gouverneur Oleksandr Hanzha sieben Menschen verletzt.