Berlin, 10. Mrz (Reuters) - Bundeskanzler Friedrich Merz lehnt eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland wegen weltweit steigender Ölpreise ab. "Ich teile die Hoffnung des amerikanischen Präsidenten, dass dieser Krieg schnell zu Ende geht", sagte Merz am Dienstag in Berlin. "Und wenn er schnell zu Ende geht, dann werden wir auch relativ schnell eine Normalisierung wieder an den Ölmärkten und Energiemärkten sehen", fügte der Kanzler hinzu. "Deswegen gibt es aus unserer Sicht, auch aus meiner Sicht, keine Veranlassung, über eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland nachzudenken."
"Vor die Wahl gestellt, Sanktionen oder Solidarität, dann steht unsere Haltung fest: Wir stehen auf der Seite der Ukraine und sind auch bereit, notfalls eine solche Phase durchzustehen", sagte Merz. Die Hilfe für die Ukraine dürfe nicht unterbrochen werden. Russland werde sich nur bewegen, wenn man den Druck auf die Regierung in Moskau erhöhe.
US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, dass er den Krieg gegen den Iran "für so gut wie beendet" halte. Um den Druck von den Ölmärkten zu nehmen, hatte er zudem eine weitere Lockerung der im Ukraine-Krieg verhängten Sanktionen gegen den Ölproduzenten Russland angedeutet. Danach sank der Ölpreis weltweit.