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NAHOST-TICKER-UNHCR: Hunderttausende im Nahen Osten auf der Flucht - Humanitärer Notfall

ReutersMar 6, 2026 10:36 AM

- Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

11.30 Uhr - Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) stuft die eskalierende Gewalt im Nahen Osten als großen humanitären Notfall ein. Sowohl im Libanon als auch im Iran seien in den ersten Tagen des Konflikts jeweils rund 100.000 Menschen vertrieben worden, teilt UNHCR-Direktor Ayaki Ito in Genf mit. Zudem seien Zehntausende syrische Flüchtlinge aus dem Libanon in ihr Heimatland zurückgekehrt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt angesichts der Massenflucht und des Mangels an sauberem Wasser vor dem Ausbruch von Krankheiten.

10.10 Uhr - UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk äußert sich besorgt über die umfassenden israelischen Evakuierungsaufforderungen für den Südlibanon und die südlichen Vororte von Beirut. Diese pauschalen Anordnungen zur Umsiedlung beträfen Hunderttausende Menschen, sagt Türk. Dies werfe ernste Fragen im Hinblick auf das humanitäre Völkerrecht auf, insbesondere wenn es um Zwangsumsiedlungen gehe.

09.30 Uhr - Rumänien wird nach Worten von Präsident Nicusor Dan mittelfristig keine nuklearen Komponenten auf seinem Territorium stationieren. Er reagiert damit auf Pläne des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, europäische Partner stärker an der nuklearen Abschreckung zu beteiligen. Als Nato-Staat befinde sich Rumänien bereits unter dem nuklearen Schutzschirm der USA, erklärt Dan nach einem Besuch in Warschau am späten Donnerstagabend. Dies bedeute aber nicht, dass sich "nukleare Elemente" auf rumänischem Territorium befänden, und mittelfristig komme dies auch nicht infrage.

09.22 Uhr - In Großbritannien hat die Polizei vier Männer unter dem Verdacht der Spionage für den Iran festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, Orte und Personen der jüdischen Gemeinde in London ausgespäht zu haben, wie die Polizei mitteilt. Bei den Verdächtigen im Alter zwischen 22 und 55 Jahren handele es sich um einen Iraner und drei britisch-iranische Doppelstaatler. Sie seien im Norden Londons und dem Vorort Watford festgenommen worden. Im Zuge der seit längerem laufenden Ermittlungen seien außerdem sechs weitere Männer wegen des Verdachts der Beihilfe in Gewahrsam genommen worden.

06.27 Uhr - Mit Indonesien droht ein erstes Land, den von US-Präsident Donald Trump initiierten Friedensrat für den Gazastreifen wieder zu verlassen. Präsident Prabowo Subianto macht den Verbleib von Fortschritten für die Palästinenser abhängig. Sollte das Gremium keinen Nutzen bringen oder indonesischen Interessen widersprechen, werde sich Jakarta zurückziehen, teilt die Regierung nach einem Treffen mit islamischen Gruppen mit.

05.15 Uhr - US-Präsident Donald Trump ermutigt iranisch-kurdische Kräfte im Irak zu Angriffen auf den Iran. "Ich finde es wunderbar, dass sie das tun wollen, ich wäre dafür", sagt er der Nachrichtenagentur Reuters. Iranisch-kurdische Milizen haben sich nach Angaben von drei mit der Angelegenheit vertrauten Personen in den vergangenen Tagen mit den USA darüber beraten, ob und wie sie die iranischen Sicherheitskräfte angreifen sollen. Die im irakisch-iranischen Grenzgebiet ansässigen Gruppen trainieren demnach für einen solchen Angriff. Sicherheitskreisen zufolge gab es am Donnerstag zwei iranische Drohnenangriffe auf ein Lager der iranischen Opposition im irakischen Kurdistan.

04.20 Uhr - Ein Drohnenangriff auf ein von der US-Firma HKN Energy betriebenes Ölfeld im irakischen Kurdistan hat die Produktion dort zum Erliegen gebracht. Dies teilten Sicherheitskreise und ein Ingenieur des Ölfelds mit. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff. Kurdische Vertreter beschuldigen jedoch mit dem Iran verbündete irakische Milizen. Sollte sich dies bestätigen, hätten die Milizen ihre Angriffe von US-Militärstützpunkten auf US-Energieinteressen ausgeweitet.

03.05 Uhr - Ein Drohnenangriff auf den Luftwaffenstützpunkt Al Udeid in Katar ist nach Angaben des dortigen Verteidigungsministeriums abgewehrt worden. Es handelt sich um den größten US-Stützpunkt im Nahen Osten.

02.55 Uhr - Die libanesische Hisbollah-Miliz fordert die israelischen Anwohner zur Räumung von Grenzorten auf. In einer auf ihrem Telegram-Kanal auf Hebräisch veröffentlichten Nachricht heißt es, dass alle Ortschaften in einem Umkreis von fünf Kilometern zur Grenze geräumt werden müssen. Die Aggression des israelischen Militärs gegen die libanesische Souveränität und Zivilisten werde nicht unbeantwortet bleiben, erklärte die Miliz weiter.

02.05 Uhr - Syrien hat einen Luftkorridor von der nördlichen Stadt Aleppo zum Mittelmeer für ausländische Fluggesellschaften geöffnet und will damit den lahmgelegten Flugverkehr in der Region entlasten. Der Korridor solle eine sichere Flugroute für ankommende und abfliegende Maschinen bieten, sagte der Leiter der Zivilluftfahrtbehörde, Omar Hosari. Zudem seien die Flugrouten im Norden des syrischen Luftraums in Richtung Türkei wieder freigegeben worden. Ein erster Flug der Syrian Air von Aleppo nach Istanbul sei bereits sicher gelandet und markiere die schrittweise Wiederaufnahme des Betriebs am internationalen Flughafen von Aleppo.

01.40 Uhr - Die Fluggesellschaft Etihad Airways nimmt vom 6. bis 19. März den kommerziellen Flugbetrieb teilweise wieder auf. Zu den wichtigsten Zielen von und nach Abu Dhabi gehören demnach unter anderem Kairo, Delhi, London, Frankfurt, New York, Paris, Moskau, Toronto und Zürich, wie das Unternehmen mitteilt.

01.15 Uhr - Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erwägen einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge, iranische Vermögenswerte in Milliardenhöhe einzufrieren. Die Zeitung beruft sich dabei auf mit den Gesprächen vertraute Personen.

00.40 Uhr - US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erteilt einer Ausweitung der militärischen Ziele der USA im Iran eine Absage. Es gebe keinerlei Ausweitung der Ziele, man wisse genau, was man im Iran erreichen wolle, sagte Hegseth. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, die USA müssten bei der Auswahl der nächsten Führungsperson des Landes mithelfen. Hegseth fügte hinzu, Trump rede angesichts der laufenden Militäroperation bereits "ein gewichtiges Wort mit", wer den Iran regiere. Dem Pentagon zufolge zielt die Militäraktion darauf ab, die Offensivraketen, die Raketenproduktion und die Marine des Iran zu zerstören. Zudem soll Teheran am Bau einer Atombombe gehindert werden.

00.05 Uhr - Die US-Streitkräfte haben im Krieg gegen den Iran nach eigenen Angaben bislang über 30 Schiffe versenkt. Darunter befinde sich auch ein Drohnenschiff, teilte das Militär mit. Die Zahl der iranischen Angriffe mit ballistischen Raketen sei seit Kriegsbeginn um 90 Prozent zurückgegangen, sagte der Oberbefehlshaber des US-Zentralkommandos (Centcom), Admiral Brad Cooper.

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