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NAHOST-TICKER-USA: Über 30 iranische Schiffe versenkt - Weniger Raketenangriffe

ReutersMar 5, 2026 11:05 PM

- Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

00.05 Uhr - Die US-Streitkräfte haben im Krieg gegen den Iran nach eigenen Angaben bislang über 30 Schiffe versenkt. Darunter befinde sich auch ein Drohnenschiff, teilte das Militär mit. Die Zahl der iranischen Angriffe mit ballistischen Raketen sei seit Kriegsbeginn um 90 Prozent zurückgegangen, sagte der Oberbefehlshaber des US-Zentralkommandos (Centcom), Admiral Brad Cooper.

23.38 Uhr - US-Präsident Donald Trump will sich nach eigenen Angaben mit Kuba befassen, sobald der Konflikt im Iran beendet ist. Er wolle diesen Konflikt zuerst abschließen, sagte Trump bei einem Empfang des Fußballteams Inter Miami im Weißen Haus. Danach sei es "nur eine Frage der Zeit, bis Sie und viele großartige Menschen" nach Kuba zurückkehren könnten. Die Regierung in Havanna wolle unbedingt eine Einigung erzielen. Eine Stellungnahme Kubas liegt zunächst nicht vor. Die USA haben nach dem von ihnen erzwungenen Machtwechsel in Venezuela die Öllieferungen des bisherigen Verbündeten an Kuba gestoppt und die Insel damit unter Druck gesetzt.

23.01 Uhr - Die Ukraine will die USA bei der Abwehr iranischer Drohnen unterstützen. Man habe eine entsprechende Anfrage aus Washington erhalten, erklärt Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X. Er habe die Entsendung von Spezialisten und Ausrüstung angeordnet, um beim Schutz vor "Schahed"-Drohnen zu helfen. Einem Insider zufolge sollen die ukrainischen Experten in den kommenden Tagen ihre Arbeit aufnehmen. Die Ukraine hat im Abwehrkampf gegen Russland umfangreiche Erfahrungen mit den iranischen Kamikaze-Drohnen gesammelt. Selenskyj hat einen Tausch von ukrainischen Abfangdrohnen gegen Patriot-Luftabwehrraketen angeregt.

22.59 Uhr - Die Außenminister der Arabischen Liga kommen einer Zeitung zufolge am Sonntag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Thema seien die iranischen Angriffe auf mehrere Länder in der Region, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Insider. Das Treffen sei von Saudi-Arabien beantragt worden und finde per Videokonferenz statt.

21.52 Uhr - Die Nato erhöht nach dem Abfangen einer iranischen Rakete über der Türkei ihre Abwehrbereitschaft im gesamten Bündnis. Die Maßnahme bleibe bestehen, bis die Bedrohung durch die "fortgesetzten, wahllosen Angriffe" des Irans nachlasse, teilt das militärische Hauptquartier mit. Generalsekretär Mark Rutte stellt jedoch klar, dass das Bündnis nicht die Auslösung des Bündnisfalls nach Artikel 5 plane. Ein Sprecher erklärt, die Nato habe am Mittwoch ihre Raketenabwehr in der Türkei "perfekt ausgeführt".

21.40 Uhr - Die weltgrößte Container-Reederei MSC reagiert auf die Eskalation im Nahen Osten mit einem "Notfallzuschlag für Treibstoff". Ab dem 16. März werden für Fracht von Nordeuropa in das Rote Meer und nach Ostafrika zusätzliche Gebühren erhoben, teilt das Unternehmen mit. Für einen Standardcontainer (TEU) ins Rote Meer berechnet MSC beispielsweise 40 Dollar zusätzlich, für Kühlcontainer beträgt der Aufschlag 60 Dollar.

20.44 Uhr - Die Regierung in Jerusalem hat nach Angaben von Verteidigungsminister Israel Katz im November beschlossen, das iranische geistliche Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei zu töten. Der Einsatz sei ursprünglich für Mitte 2026 geplant gewesen, sagt Katz dem Fernsehsender N12. Wegen der Proteste im Iran und der Sorge vor einem iranischen Angriff sei der Plan jedoch in Abstimmung mit Washington vorgezogen worden. Chamenei wurde am Samstag zu Beginn der US-israelischen Luftangriffe getötet.

19.37 Uhr - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigt an, die libanesischen Streitkräfte mit gepanzerten Fahrzeugen und logistischer Unterstützung zu stärken. Es müsse alles getan werden, um zu verhindern, dass das Land erneut in einen Krieg hineingezogen werde, sagt er auf sozialen Medien. Er fordert zudem Israel auf, den Krieg nicht auf den Libanon auszuweiten. An die iranische Führung appelliert er, das Land nicht weiter in einen Krieg hineinzuziehen, der nicht der seine sei. Die Hisbollah müsse ihr Feuer auf Israel sofort einstellen. Israel müsse im Gegenzug von einer Bodenintervention oder einer großangelegten Operation auf libanesischem Gebiet absehen.

18.50 Uhr - Die USA haben dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge um Hilfe beim Umgang mit Drohnen im Krieg gegen den Iran gebeten. "Wir haben von den Vereinigten Staaten eine Anfrage nach konkreter Unterstützung beim Schutz vor 'Schahed' im Nahen Osten erhalten", schreibt Selenskyj auf Englisch auf der Social-Media-Plattform X. Die Ukraine hat Erfahrung mit der Abwehr von Drohnen des iranischen Typs "Schahed", die Russland seit langem im Krieg gegen sein Nachbarland einsetzt. "Ich habe die Anweisung gegeben, die notwendigen Mittel bereitzustellen und die Anwesenheit ukrainischer Spezialisten sicherzustellen, die die erforderliche Sicherheit gewährleisten können", erklärt Selenskyj. US-Präsident Donald Trump sagt dazu in einem Reuters-Interview auf eine entsprechende Frage: "Selbstverständlich werde ich jede Hilfe von jedem Land annehmen."

18.26 Uhr - Die iranischen Streitkräfte haben einem Insider zufolge seit Beginn des Krieges mehr als 500 ballistische Raketen und Marschflugkörper abgefeuert. Zudem seien 2000 Drohnen gestartet worden, meldet die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf Militärkreise.

18.18 Uhr - Die USA werden nach Darstellung von Präsident Donald Trump an der Auswahl des nächsten iranischen Staatsoberhaupts beteiligt sein. In einem Telefoninterview der Nachrichtenagentur Reuters vergleicht er dies mit dem Vorgehen in Venezuela. Allerdings sei der Prozess für die Nachfolge des geistlichen und politischen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei noch in einem frühen Stadium, sagt Trump weiter. Es müsse jemand sein, "der großartig für das Land, großartig für das Volk" des Irans sei. Es sei sehr unwahrscheinlich, dass Chameneis Sohn Modschtaba das Amt übernehme. Ali Chamenei wurde nach iranischen Angaben bei den ersten Angriffen der USA und Israels getötet.

18.00 Uhr - Die Mehrheit der Deutschen hält einer Umfrage zufolge den Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran für nicht gerechtfertigt. 58 Prozent sehen dies so, wie eine repräsentative Erhebung für den ARD-Deutschland-Trend ergibt. Nur 25 Prozent der Befragten halten den Angriff für gerechtfertigt. 17 Prozent sind unentschieden oder machen keine Angaben. Die Meinungsforscher von infratest dimap befragten von Montag bis Mittwoch 1317 Wahlberechtigte. Die USA und Israel hatten am Samstag mit ihrem massiven Angriff auf den Iran begonnen und dabei auch dessen geistliches und politisches Oberhaupt, Ajatollah Ali Chamenei, getötet.

17.51 Uhr - Sri Lanka hat nach Angaben von Präsident Anura Kumara Dissanayake mit der Evakuierung eines iranischen Schiffes vor seiner Küste begonnen. Es befänden sich insgesamt 208 Menschen an Bord, sagt das Staatsoberhaupt. Nach der Rettung der Mannschaft solle das Schiff in den Hafen von Trincomalee gebracht werden. Man habe sich nach ausführlichen Gesprächen dazu entschlossen, der Besatzung zu helfen. Erst am Mittwoch war die iranische Fregatte "IRIS Dena" in der Region von einem US-U-Boot versenkt worden. Dabei kamen 87 Menschen ums Leben.

17.44 Uhr - Aserbaidschan bereitet nach dem Einschlag von vier mutmaßlich iranischen Drohnen in seiner Exklave Nachitschewan Vergeltungsmaßnahmen vor. "Wir werden diesen unprovozierten Terrorakt und die Aggression gegen Aserbaidschan nicht dulden", sagt Präsident Ilham Alijew bei einem Treffen des Sicherheitsrates. "Unsere Streitkräfte wurden angewiesen, geeignete Vergeltungsmaßnahmen vorzubereiten und umzusetzen." Aserbaidschanischen Angaben zufolge kamen die Drohnen aus dem Iran und verletzten vier Menschen. Die Regierung in Teheran weist eine Verwicklung zurück. Man greife die Nachbarländer nicht an, sagt der stellvertretende Außenminister Kasem Gharibabadi. Als Reaktion auf den Vorfall sperrt Aserbaidschan seinen südlichen Luftraum und stoppt den Frachtverkehr an der Grenze zum Iran.

17.32 Uhr - In Bahrain ist örtlichen Behördenangaben zufolge nach einem iranischen Raketenangriff ein Feuer in einer Raffinerie ausgebrochen. Der Brand in der Anlage von Bapco Energies sei jedoch unter Kontrolle, teilt das Nationale Kommunikationszentrum mit. Der Betrieb der Raffinerie laufe weiter, es gebe keine Verletzten.

17.19 Uhr - US-Präsident Donald Trump besteht dem Nachrichtenportal Axios zufolge darauf, persönlich an der Auswahl des nächsten iranischen Staatsoberhaupts beteiligt zu werden. "Ich muss an der Ernennung beteiligt sein, wie bei Delcy (Rodriguez) in Venezuela", sagt Trump mit Verweis auf die Nachfolge des gestürzten Präsidenten Nicolas Maduro. Trump habe bestätigt, dass Modschtaba Chamenei der wahrscheinlichste Nachfolger seines getöteten Vaters sei, dieses Ergebnis jedoch als inakzeptabel bezeichnet. Der 56-jährige Sohn des am Samstag bei einem Luftangriff getöteten Ajatollah Ali Chamenei gilt als Hardliner mit engen Verbindungen zu den Revolutionsgarden.

17.09 Uhr - In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind Zeugen zufolge an verschiedenen Orten Explosionen und Sirenen zu hören. In Abu Dhabi gibt es mehrere Explosionsgeräusche, in Dubai ertönen Sirenen, wie mehrere Personen vor Ort Reuters sagen. Auch in einigen Teilen der iranischen Hauptstadt Teheran sind laut staatlichen iranischen Nachrichtenagenturen Explosionen zu hören.

16.51 Uhr - Im Libanon sind nach dortigen Behördenangaben seit Montag mehr als hundert Menschen durch israelische Angriffe ums Leben gekommen. Neben den insgesamt 102 Toten gebe es weitere 638 Verletzte, teilt das libanesische Gesundheitsministerium mit.

16.25 Uhr - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach eigenen Angaben 13 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen im Iran und einen im Libanon bestätigt. Berichte über vier getötete und 25 verletzte Sanitäter würden derzeit geprüft, sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus auf einer Pressekonferenz, ohne weitere Details zu nennen. Wegen der Transportbeschränkungen in der Region sei zudem das Logistikzentrum der Organisation in Dubai vorübergehend außer Betrieb. Zuvor hatte der iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen in einem Brief an Ghebreyesus angegeben, dass zehn Einrichtungen von Militärschlägen getroffen worden seien.

16.04 Uhr - Die pro-iranische Hisbollah-Miliz verlegt Insidern zufolge Elitekämpfer zurück in den Südlibanon. Die Mitglieder der Radwan-Einheit sollen gegen vorrückende israelische Panzerverbände kämpfen und diese aufhalten, sagen drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Kämpfer kehrten damit in das Grenzgebiet zurück, aus dem sie sich nach dem Krieg von 2024 zurückgezogen hatten. Hisbollah-Anführer Naim Kassem hatte das Vorgehen zuvor als "existenzielle Verteidigung" bezeichnet.

15.57 Uhr - Großbritannien verstärkt angesichts der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten seine Luftstreitkräfte in der Region. Premierminister Keir Starmer kündigt die Entsendung von vier zusätzlichen Typhoon-Kampfjets nach Katar an. Damit sollen die dortige Staffel ergänzt und "die Verteidigungsoperationen in Katar sowie in der gesamten Region gestärkt" werden, sagt Starmer auf einer Pressekonferenz.

15.20 Uhr - Der britische Premierminister Keir Starmer sieht die "besonderen Beziehungen" zu den USA trotz der jüngsten Kritik von US-Präsident Donald Trump nicht gefährdet. "Wir tauschen rund um die Uhr auf die übliche Weise geheimdienstliche Informationen aus", sagt Starmer auf einer Pressekonferenz. Dies sei die gelebte "Special Relationship". Trump hatte Starmer zuvor vorgeworfen, das historisch enge Verhältnis beider Länder beschädigt zu haben.

14.40 Uhr - Das iranische Militär greift einem Medienbericht zufolge das Hauptquartier des US-Militärs im irakischen Erbil mit Drohnen an. Das meldet das staatliche iranische Fernsehen.

14.30 Uhr - Israel beginnt Insidern zufolge die zweite Phase des Kriegs gegen den Iran. Das Ziel israelischer Kampfjets seien nun unterirdische ballistische Raketenstellungen, sagen zwei mit den Plänen vertraute Personen. Ein Militärsprecher reagiert zunächst nicht auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme zu den Angriffsplänen.

14.20 Uhr - Über dem Norden der saudiarabischen Hauptstadt Riad ist schwarzer Rauch zu sehen. Das berichten Reuters-Augenzeugen. Zuvor wurden Insidern zufolge Diplomaten und Mitarbeiter der Botschaften im Diplomatenviertel von Riad angewiesen, sich in ihren Gebäuden aufzuhalten. Als Grund wurde auf eine mögliche, aber nicht näher beschriebene Bedrohung verwiesen.

14.04 Uhr - Der libanesische Ministerpräsident fordert ein Verbot aller militärischen Aktivitäten der iranischen Revolutionsgarde im Libanon. Dies teilt der Informationsminister des Landes mit. Ein solches Verbot würde den Weg für die Abschiebung von Mitgliedern der Garde ebnen. Zudem würden alle im Libanon befindlichen Mitglieder der Revolutionsgarde verhaftet.

13.56 Uhr - Die Europäische Union und der Golf-Kooperationsrat rufen zu Dialog und Diplomatie auf. Gleichzeitig bekräftigten sie in einer gemeinsamen Erklärung, dass die Golfstaaten das Recht haben, sich gegen den Iran zu verteidigen. "Die Minister bekräftigten ihr Engagement für regionale Stabilität und forderten den Schutz der Zivilbevölkerung und die uneingeschränkte Achtung des Völkerrechts", heißt es in der Mitteilung nach einer Videokonferenz der Außenminister Europas und der Golfstaaten. Sie hätten sich auf gemeinsame diplomatische Bemühungen zur Herbeiführung einer dauerhaften Lösung geeinigt, um den Iran daran zu hindern, Atomwaffen zu erwerben, und "letztendlich dem iranischen Volk zu ermöglichen, über seine Zukunft zu entscheiden".

13.51 Uhr - Das israelische Militär ordnet die Evakuierung von Stadtvierteln in einem Vorort im Süden Beiruts an.

13.41 Uhr - Frankreich hat die vorübergehende Präsenz von US-Flugzeugen auf bestimmten Stützpunkten im Land genehmigt. Angesichts der Lage habe Frankreich jedoch zur Bedingung gemacht, dass die betreffenden Ressourcen in keiner Weise an Operationen der Vereinigten Staaten im Iran beteiligt werden, teilt ein Vertreter des französischen Generalstabs mit. Sie sollten ausschließlich zur Unterstützung der Verteidigung von Frankreichs Partnern in der Region dienen.

13.20 Uhr - Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit der japanischen Ministerpräsidentin Sanae Takaichi über die Lage im Nahen Osten gesprochen. Die Regierungschefs der beiden G7-Staaten hätten sich zur geopolitischen Situation sowie zu Handelsfragen und kritischen Rohstoffen ausgetauscht, teilt Regierungssprecher Stefan Kornelius mit. Die Partnerschaft solle bilateral und auch im Rahmen der G7 und G20 fortgesetzt werden. Merz hatte Takaichi zuletzt unmittelbar vor seiner China-Reise gesprochen.

13.13 Uhr - Großbritannien rechnet offenbar mit einem monatelangen Krieg im Iran. "Die Situation entwickelt sich noch, aber es gibt Anzeichen dafür, dass es sich um eine Krise handelt, die nicht Tage, sondern Wochen und möglicherweise Monate andauern wird", sagt der Staatssekretär im Außenministerium, Hamish Falconer, im Parlament.

13.00 Uhr - Die LufthansaLHAG.DE setzt ihre Flüge zu mehreren Zielen im Nahen Osten aus. Betroffen sind die Verbindungen von und nach Dubai und Abu Dhabi bis einschließlich 10. März, Tel Aviv bis zum 22. März, Beirut bis zum 28. März sowie Teheran bis zum 30. April.

12.54 Uhr - Die EU wird dem Iran zufolge den Preis für ihr Schweigen bezahlen. "Wenn die EU-Länder zu diesem Verstoß gegen das Völkerrecht schweigen, werden sie früher oder später den Preis dafür bezahlen", sagt der Sprecher des iranischen Außenministeriums im spanischen Fernsehsender TVE.

12.40 Uhr - Das iranische Militär dementiert staatlichen Medien zufolge, Aserbaidschan mit Drohnen angegriffen zu haben. Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium erklärt, es untersuche die Art der bei dem Angriff eingesetzten Drohnen. Das Land bereite "die notwendigen Gegenmaßnahmen vor, um die territoriale Integrität und Souveränität des Landes zu schützen und die Sicherheit der Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastruktur zu gewährleisten." Aserbaidschan hatte zuvor mitgeteilt, dass zwei Drohnen über die Grenze geflogen waren. Vier Menschen seien in Nachitschewan verletzt worden.

12.15 Uhr - Trotz eines Zwischenfalls mit einer iranischen Rakete in Richtung Nato-Mitglied Türkei steht Artikel Fünf Nato-Generalsekretär Mark Rutte zufolge nicht zur Debatte. "Niemand spricht über Artikel Fünf", sagt Rutte im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. In Artikel Fünf geht es um den Bündnisfall, der festlegt, dass ein Angriff auf ein Mitglied des Militärbündnisses als Angriff auf alle gewertet wird. Die Lage im Nahen Osten beobachte die Nato aufmerksam. Die Nato unterstütze die USA bei ihren Angriffen gemeinsam mit Israel gegen den Iran, da das Land kurz davor sei, auch für Europa zur Bedrohung zu werden.

11.15 Uhr - Bundesaußenminister Johann Wadephul hat sich zurückhaltend zu einer möglichen kurdischen Beteiligung an einem Sturz der Führung in Teheran geäußert. Deutschland beteilige sich "nicht an konkreten Maßnahmen des Regime-Changes in irgendeinem Land und auch nicht im Iran", sagt Wadephul in Berlin. "Wir halten Kontakte zu einigen oppositionellen Gruppen. Das ist richtig, das ist notwendig", fügt er hinzu. "Wir sind an der Seite der Menschen im Iran, dazu gehören insbesondere die Kurdinnen und Kurden, die ja unter diesem ruchlosen Regime in besonderer Art und Weise leiden."

11.16 Uhr - Frankreich hat einem Medienbericht zufolge den US-Streitkräften die Nutzung französischer Stützpunkte im Rahmen des Krieges gegen den Iran genehmigt. Das berichtet der französische Fernsehsender BFMTV. Die Pressestelle des französischen Verteidigungsministeriums reagiert nicht sofort auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.

11.11 Uhr - Der Iran hat Russland nicht um Waffenlieferungen ersucht, teilt das russische Präsidialamt mit.

11.06 Uhr - Italien, Spanien, Frankreich und die Niederlande werden in den kommenden Tagen Marineeinheiten zum Schutz Zyperns entsenden, kündigt der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto im Parlament an. Auf der Insel war am Montag eine Basis der britischen Royal Air Force im Rahmen der Luftangriffe der USA und Israels gegen Teheran von einer Drohne iranischen Fabrikats angegriffen worden.

10.20 Uhr - Bundesaußenminister Johann Wadephul kündigt zwei weitere von der Bundesregierung gecharterte Flüge zur Evakuierung hilfsbedürftiger Deutscher aus den Golfstaaten an. Die Flüge seien für den heutigen Donnerstag und Freitag geplant, sagt Wadephul in Berlin. Am Morgen war ein erster solcher Lufthansa-Flug in Frankfurt gelandet. Zudem verweist Wadephul darauf, dass der kommerzielle Flugverkehr seinen Betrieb zunehmend wieder aufnehme. Allein heute seien aus Dubai und Abu Dhabi 250 kommerzielle Flüge geplant, davon gingen 60 nach Europa und einige auch nach Deutschland. Zudem kündigt der Minister an, dass heute auch mehr als 500 Passagiere der beiden am Golf gestrandeten deutschen Kreuzfahrtschiffe ausgeflogen würden.

10.05 Uhr - Aserbaidschan bestellt den iranischen Botschafter ein. Iran habe zwei Drohnen auf aserbaidschanisches Gebiet abgefeuert, erklärt das Außenministerium. Zwei Menschen seien dabei verletzt worden. Eine Drohne sei auf einen Flughafen in Nachitschewan nahe der Grenze zum Iran eingeschlagen, eine weitere sei in der Nähe einer Schule niedergegangen. Aserbaidschan verurteilt die Angriffe und fordert eine Erklärung vom Iran. Das Land behalte sich das Recht vor, "angemessene Gegenmaßnahmen" zu ergreifen. Vom Iran gibt es zunächst keine Stellungnahme.

09.25 Uhr - Auf dem Gelände des Flughafens in der aserbaidschanischen Region Nachitschewan schlagen Raketen und Drohnen aus Richtung Iran ein. Das erfährt die Nachrichtenagentur Reuters aus dem Umfeld der Regierung. Der internationale Flughafen liegt etwa zehn Kilometer von der iranischen Grenze entfernt.

08.55 Uhr - Italien plant Hilfe für die Golfstaaten im Bereich der Luftverteidigung. "Wie Großbritannien, Frankreich und Deutschland beabsichtigt auch Italien, den Golfstaaten Hilfe zu leisten, insbesondere im Bereich der Verteidigung und vor allem der Luftverteidigung", sagt Ministerpräsidentin Giorgia Meloni dem Radiosender RTL 102.5. "Das tun wir nicht nur, weil es befreundete Nationen sind, sondern vor allem, weil Zehntausende Italiener in der Region leben und rund 2000 italienische Soldaten dort stationiert sind – Menschen, die wir schützen wollen und müssen", fügt sie hinzu.

08.35 Uhr - Die iranischen Revolutionsgarden haben eigenen Angaben zufolge einen US-Tanker im nördlichen Teil des Golfs getroffen. Das Schiff stehe in Flammen. Die Revolutionsgarden erklären in einer von den staatlichen Medien verbreiteten Mitteilung, dass in Kriegszeiten die Durchfahrt durch die Straße von Hormus unter der Kontrolle der Islamischen Republik stehen werde.

08.01 Uhr - US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat Israel nach Angaben des israelischen Verteidigungsministeriums aufgefordert, "bis zum Ende" durchzuhalten. Die USA stünden an der Seite Israels, habe Hegseth Verteidigungsminister Israel Katz in dem Telefonat in der Nacht gesagt, teilt das Ministerium mit. Katz habe Hegseth für die umfangreiche Unterstützung der USA bei der Verteidigung der israelischen Bürger gegen die iranische Raketenbedrohung gedankt.

07.17 Uhr - Iran kündigt Vergeltung für die Versenkung der Fregatte "Dena" in internationalen Gewässern vor Sri Lanka an. "Die USA werden den Präzedenzfall, den sie geschaffen haben, bitter bereuen", schreibt Außenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X. An Bord des Kriegsschiffes seien fast 130 Seeleute gewesen.

06.50 Uhr - Israel startet eine neue Welle umfassender Angriffe auf Teheran. Das teilt die israelische Armee mit.

06.39 Uhr - Der Iran versichert, die Türkei nicht angegriffen zu haben. Es sei keine Rakete in Richtung Türkei abgeschossen worden, erklärt die Armee. Am Mittwoch hatten Nato-Kräfte eine ballistische Rakete auf dem Flug in Richtung Türkei abgefangen. Die Regierung in Ankara bestellte daraufhin den iranischen Botschafter ein. Die Nato verurteilte den Angriff auf ein Partnerland und betonte, das Militärbündnis stehe fest an der Seite seiner Alliierten.

05.55 Uhr - US-Energieminister Chris Wright bezeichnet die Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Energiemärkte als vorübergehend. Ein Anstieg der Benzinpreise sei ein kleiner Preis, der für die militärischen Ziele der USA zu zahlen sei, sagt er dem Sender Fox News. Die Welt sei gut mit Öl versorgt. Die US-Marine werde zudem bald Tanker durch die blockierte Straße von Hormus eskortieren.

03.30 Uhr - Nach einer Explosion vor der Küste Kuwaits ist ein Tanker beschädigt worden und leckgeschlagen. Das meldet die britische Seefahrtsbehörde UKMTO. Die Besatzung sei in Sicherheit. Nach der Explosion sei ein kleines Boot gesichtet worden, das sich vom Ort des Geschehens entfernt habe. Das kuwaitische Innenministerium teilte mit, der Vorfall habe sich außerhalb der Hoheitsgewässer des Landes ereignet.

03.16 Uhr - Die Sorge vor einer längeren Schließung der Straße von Hormus wegen des Konflikts zwischen den USA und dem Iran treibt am Donnerstag die Ölpreise an. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuert sich um gut zwei Prozent auf 83,07 Dollar. US-Leichtöl WTI kostet mit 76,60 Dollar 2,6 Prozent mehr. Die wichtige Schifffahrtsroute für den Energietransport ist seit Tagen blockiert.

02.10 Uhr - Kanada organisiert wegen des Nahost-Konflikts die Ausreise von mehr als 2000 Staatsbürgern aus der Region. Außenministerin Anita Anand teilt am Mittwoch mit, die Regierung organisiere Plätze auf kommerziellen Flügen, chartere Flugzeuge und biete Bodentransporte in Nachbarländer an. Der kommerzielle Flugverkehr in der Region ist seit Tagen weitgehend lahmgelegt.

01.45 Uhr -Die Republikaner im US-Senat blockieren eine parteiübergreifende Resolution, die den Militäreinsatz gegen den Iran stoppen soll. Der Senat stimmt am Mittwoch mit 53 zu 47 Stimmen dagegen, die Vorlage weiter zu behandeln. Mit der Resolution soll der Kongress sein verfassungsmäßiges Recht zurückerlangen, Kriege zu erklären. Die Republikaner argumentieren jedoch, Präsident Donald Trump handele im Rahmen seiner Befugnisse als Oberbefehlshaber. "Dies ist kein 'ewiger Krieg'", sagte der republikanische Senator Jim Risch. "Das wird sehr schnell enden."

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