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Erneuter Rückschlag für Japans Weltraumprogramm

ReutersMar 5, 2026 10:44 AM

- Die japanische Weltraumfirma Space One ist erneut mit dem ersten komplett kommerziellen Satellitenstart gescheitert. Die Rakete "Kairos" löste am Donnerstag 69 Sekunden nach dem Abheben die Selbstzerstörung aus. Es habe zuvor keine Anzeichen für Fehlfunktionen gegeben, sagte Space One-Manager Nobuhiro Sekino auf einer Pressekonferenz. In Live-Aufnahmen war zu sehen, wie "Kairos" vor der Selbstzerstörung ins Trudeln geriet. Im vergangenen Jahr waren zwei Starts dieser 18 Meter hohen Rakete mit Feststoff-Antrieb missglückt.

Die japanischen Pläne für technologische Souveränität hatten im Dezember einen weiteren Rückschlag erlitten. Nach sechs erfolgreichen Starts scheiterte eine Mission der Rakete "H3" des Industriekonzerns Mitsubishi7011.T an Triebwerksproblemen. Damit steht das Ziel der Regierung in Tokio, jährlich 30 Starts japanischer Raketen bis Anfang der 2030er Jahre zu erreichen, auf der Kippe. Die dortigen Satellitenbauer müssen daher für den Transport ihrer Produkte in eine Umlaufbahn auf US-Unternehmen wie SpaceX des umstrittenen Milliardärs Elon Musk ausweichen.

Deutsche Startups arbeiten ebenfalls an einer größeren Unabhängigkeit von den USA auf dem Zukunftsmarkt kommerzieller Raumfahrt. Isar Aerospace aus der Nähe von München will am 19. März einen neuen Anlauf für einen Testflug seiner 28 Meter langen Rakete "Spectrum" nehmen. Dabei sollen unter anderem fünf Kleinsatelliten in eine Umlaufbahn befördert werden. Die heimischen Konkurrenten Rocket Factory Augsburg (RFA) und HyImpulse planen für die kommenden Monate ebenfalls Tests ihrer sogenannten Microlauncher. Diese relativ kleinen Raketen sind darauf ausgelegt, Nutzlasten von einigen Hundert Kilogramm bis wenigen Tonnen in niedrige Umlaufbahnen zu befördern. Dort werden vor allem Satelliten für Kommunikation, Navigation oder Erdbeobachtung positioniert.

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