Washington/Madrid, 05. Mrz (Reuters) - Die Regierungen der USA und Spaniens haben widersprüchliche Angaben zur künftigen Nutzung spanischer Militärstützpunkte für Angriffe auf den Iran gemacht. Eine Sprecherin von US-Präsident Donald Trump erklärte am Mittwoch, die Regierung in Madrid habe dem Druck aus Washington nachgegeben und einer Zusammenarbeit zugestimmt. Spaniens Außenminister Jose Manuel Albares dementierte dies jedoch umgehend. Trump hatte Spanien mit dem Abbruch der Handelsbeziehungen gedroht.
"Ich denke, sie haben die Botschaft des Präsidenten gestern laut und deutlich gehört", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, am Mittwoch. Nach ihrem Verständnis habe Spanien zugesagt, mit dem US-Militär zu kooperieren. Details nannte sie nicht.
Albares wies die Darstellung im spanischen Radiosender Cadena Ser zurück: "Ich bestreite das kategorisch." Die Haltung der Regierung zum Krieg im Nahen Osten und zur Nutzung spanischer Stützpunkte für die Bombardierung des Iran habe sich "überhaupt nicht geändert". Er wisse nicht, worauf sich die US-Angaben bezögen. Es ist nicht das erste Mal, dass Äußerungen der US-Regierung von der Gegenseite nicht bestätigt wurden.
Hintergrund ist die Weigerung Spaniens, US-Flugzeugen die Nutzung gemeinsam betriebener Marine- und Luftwaffenstützpunkte im Süden des Landes für die Offensive im Iran zu gestatten. Die Regierung unter dem sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sanchez verurteilt die Angriffe als rücksichtslos und illegal. Sanchez warnte in einer Fernsehansprache vor einer globalen Katastrophe. Seine Stellvertreterin Maria Jesus Montero betonte, Spanien werde kein "Vasall" eines anderen Landes sein.