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Kartellamt - Beobachten Entwicklung der Kraftstoffpreise

ReutersMar 4, 2026 2:23 PM

- Das Bundeskartellamt behält die Entwicklung der Sprit-Preise in Deutschland im Auge, die sich durch den Iran-Krieg deutlich verteuert haben. "Die Abstände der Tankstellenpreise beziehungsweise der Raffinerie- und Großhandelspreise vom Rohöl beobachten wir fortlaufend und engmaschig", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt am Mittwoch. "Es gibt aber kein kartellrechtliches Instrument, um geopolitisch getriebene Preissteigerungen unmittelbar zu verhindern", räumte er ein. Bereits die Erwartung an eine Zuspitzung der Lage um Iran habe Beschaffungskosten und Preise bei Kraftstoffen in die Höhe getrieben. Dabei reagiere Diesel generell stärker auf geopolitische Verwerfungen als Benzin, da die Importquote deutlich höher sei. Autofahrer sollten "kurz vor dem Tanken die Preise vergleichen", riet ihnen der Kartellamtschef.

Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer hatte zuvor an die Wettbewerbsbehörden appelliert, die Entwicklung der Preise bei Kraftstoffen zu beobachten. Sie sollten "ein Auge darauf haben, dass die Mineralölkonzerne die Situation nicht ausnutzen und die Preise stärker anheben, als durch die steigenden Kosten gerechtfertigt ist", hatte sie Reuters gesagt. Mundt zufolge sind nach Beginn der Militärschläge die Benzinpreise um 16 Cent und die Dieselpreise um knapp 25 Cent pro Liter gestiegen. E5 und Diesel kosteten momentan im Schnitt zwei Euro pro Liter, E10 liege mit 1,95 Euro pro Liter etwas darunter. Im Vergleich zu Mitte Februar betrügen die Steigerungen knapp 19 Cent pro Liter Benzin und über 28 Cent pro Liter Diesel.

Das Kartellamt hatte bereits in der Vergangenheit angekündigt, die Entwicklung der Benzin- und Dieselpreise genau zu beobachten. Die Wettbewerbshüter greifen dabei auch auf Daten der Transparenzstelle für Kraftstoffe zurück. Anzeichen für Absprachen der großen Mineralölkonzerne bei den Spritpreisen hatte das Kartellamt bei seinen Untersuchungen in der Vergangenheit nicht entdecken können. Die Bonner Wettbewerbshüter untersuchen aber auch die Entwicklung im Bereich Raffinerien und Kraftstoffgroßhandel.

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