04. Mrz (Reuters) - Ein iranisches Schiff ist vor der Küste Sri Lankas von einem U-Boot angegriffen worden. Über das Ausmaß der Schäden und die Zahl der Opfer herrschte am Mittwoch zunächst Unklarheit. Wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Kreisen der srilankischen Marine und des Verteidigungsministeriums erfuhr, gelten mindestens 101 Menschen als vermisst. Ein Mensch sei ums Leben gekommen, 78 weitere seien verletzt worden. Das Schiff sei nach dem Vorfall gesunken. Wer der Angreifer gewesen sei, sei noch unklar.
Ein Sprecher der Marine wies die Angaben zu den Vermissten jedoch zurück. Der Bericht, wonach das Schicksal von 101 Menschen unklar sei, sei unzutreffend, sagte der Sprecher. Die Marine habe 32 Verletzte gerettet, die nun im Krankenhaus behandelt würden. Ein Insider beharrte dagegen auf den hohen Opferzahlen: "Nach aktuellem Stand wurden 79 Menschen gerettet und ins Krankenhaus gebracht." Einer von ihnen sei schwer verletzt. "Wir gehen davon aus, dass 101 weitere Personen vermisst werden."
Außenminister Vijitha Herath bestätigte im Parlament lediglich den Einsatz, nannte aber keine Details zu möglichen Todesopfern. Die Marine habe um 06.00 Uhr morgens auf einen Notruf reagiert und Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Mindestens 30 Menschen seien von den Streitkräften gerettet worden, Sri Lanka werde angemessene Maßnahmen ergreifen. Lokalen Medienberichten zufolge hatte das Schiff vor der Küste der Stadt Galle im Süden des Landes Notsignale gesendet. Die Verletzten seien in eine Klinik der Stadt gebracht worden.