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Sanchez bekräftigt Kritik an USA wegen Iran: Nicht Russisches Roulette spielen

ReutersMar 4, 2026 10:22 AM

- Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez bekräftigt ungeachtet der Kritik von US-Präsident Donald Trump seine Ablehnung des Angriffs der USA und Israels auf den Iran. "So beginnen die großen Katastrophen der Menschheit ... Man kann nicht Russisches Roulette mit dem Schicksal von Millionen Menschen spielen", sagte Sanchez in einer Fernsehansprache an die Nation am Mittwoch. Die Probleme der Welt könnten nicht mit Konflikten und Bomben gelöst werden. "Die Position der spanischen Regierung lässt sich in vier Worten zusammenfassen: Nein zu dem Krieg."

Sanchez verwies auf den Irak-Krieg und warnte vor ähnlichen negativen Folgen wie einem Anstieg des Terrorismus und explodierenden Energiepreisen. Die Konsequenzen des Angriffs auf den Iran seien ebenso unabsehbar und würden nicht zu einer gerechteren Weltordnung führen. Spanien werde sich nicht an Aktionen beteiligen, die den eigenen Werten und Interessen widersprächen, nur um "Vergeltungsmaßnahmen von jemandem" zu vermeiden.

Sanchez spielte damit offenbar auf Trump an. Dieser hatte während des Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz in Washington am Dienstag angekündigt, die Handelsbeziehungen zu Spanien wegen dessen Haltung zum Iran-Konflikt zu kappen. Sanchez hat die Bombardierungen des Iran durch die USA und Israel als rücksichtslos und illegal verurteilt. US-Flugzeugen untersagte er die Nutzung von Marine- und Luftwaffenstützpunkten in Südspanien für die Offensive.

KRITIK AN MERZ

Trump stört sich auch an Spaniens Weigerung, seine Ausgaben für Verteidigung auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen. Auf Druck der USA haben die Nato-Staaten dieses Ziel vereinbart. Merz sagte während seines gemeinsamen Auftritts mit Trump im Weißen Haus, dass man versuche, Spanien davon zu überzeugen, sich dem Nato-Ziel anzuschließen.

Spaniens Außenminister Jose Manuel Albares erklärte daraufhin am Mittwoch, er habe gegenüber seinem deutschen Amtskollegen seine "Überraschung" über diese Worte zum Ausdruck gebracht. "Wenn man mit einem anderen Land eine gemeinsame Währung, Handelspolitik und einen gemeinsamen Markt teilt, erwartet man dieselbe Solidarität, die Spanien beispielsweise gegenüber Dänemark gezeigt hat, als es Zollandrohungen gab und die Absicht, Dänemark seiner territorialen Integrität in Bezug auf Grönland zu berauben", sagte Albares in einem Interview des spanischen Senders TVE. Er könne sich nicht vorstellen, dass die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel oder Merz' Vorgänger Olaf Scholz solche Äußerungen gemacht hätten.

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