Düsseldorf, 04. Mrz (Reuters) - Der Chemikalienhändler BrenntagBNRGn.DE kürzt unter seinem neuen Chef Jens Birgersson die Dividende. Der Konzern verbuchte im vergangenen Jahr angesichts der Branchenflaute auch Rückgänge bei Umsatz und operativem Gewinn. 2026 erwartet Brenntag keine durchgreifende Besserung. "Das Geschäftsjahr war geprägt von einem herausfordernden makroökonomischen und geopolitischen Umfeld sowie gedämpftem Verbrauchervertrauen, zurückhaltenden industriellen Aktivitäten und anhaltendem Preisdruck, der Nachfrage und Margen belastete", teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Brenntag verbuchte einen Umsatzrückgang von 3,7 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro. Der operative Gewinn (Ebitda) schrumpfte um 8,6 Prozent auf 1,287 Milliarden Euro.
Der Konzern plant, eine Dividende in Höhe von 1,90 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 auszuschütten nach 2,10 Euro je Aktie für 2024. Der aktuelle Vorschlag liege über der Obergrenze der bestehenden Dividendenpolitik, die eine Ausschüttungsquote von 35 bis 50 Prozent des Konzernergebnisses nach Steuern vorsehe. Dieses vorläufige Ergebnis betrage 265 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2025.
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Brenntag, "dass die Marktbedingungen weiterhin verhalten bleiben". Das Unternehmen rechnet mit einem operativen Ebitda zwischen 1,15 und 1,35 Milliarden Euro. Diese Prognose umfasse aber nicht mögliche Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten, betonte der Konzern.
Der seit September amtierende Chef Birgersson hatte angekündigt, wettbewerbsfähigere Lieferketten zu entwickeln und Wachstumschancen zu nutzen. "Wir planen, diese neue Strategie in der zweiten Jahreshälfte 2026 vorzustellen", hatte er im November gesagt.