Peking, 04. Mrz (Reuters) - China zeigt sich kurz vor Beginn des Nationalen Volkskongresses offen für eine Zusammenarbeit mit den USA, zieht aber auch Grenzen. Man sei bereit, den Austausch auf allen Ebenen zu fördern, sagte Parlamentssprecher Lou Qinjian am Mittwoch in Peking. Die Volksrepublik werde aber ihre roten Linien sowie ihre Souveränität, Sicherheit und sonstigen Interessen entschlossen verteidigen. Die USA und China müssten einander respektieren und friedlich koexistieren.
Lou betonte die unersetzliche Rolle der Diplomatie zwischen den Staatschefs. Beide Seiten müssten die Liste der Kooperationsfelder erweitern und die der Probleme verringern. Hintergrund ist ein geplantes Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping. Einem Vertreter des Weißen Hauses zufolge wird Trump vom 31. März bis zum 2. April nach China reisen. Peking hat den Termin bislang nicht offiziell bestätigt.
Der Nationale Volkskongress beginnt am Donnerstag seine Jahrestagung, auf der die wirtschaftlichen Ziele und politischen Prioritäten für das laufende Jahr festgelegt werden. Im Vorfeld des Spitzentreffens bemühen sich China und die USA offenbar um eine Verbesserung der Beziehungen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete am Dienstag, dass sich Unterhändler beider Länder in der kommenden Woche in Paris treffen wollen, um Handelsfragen zu erörtern.