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Merz: USA haben keine Strategie für künftige iranische Führung

ReutersMar 3, 2026 9:28 PM

- Bundeskanzler Friedrich Merz hat nach seinen Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump den Eindruck, dass die USA "keine wirklich ausformulierte Strategie über die zukünftige zivile Führung" des Irans haben. Die USA hätten von Anfang an gesagt, sie zerstörten die militärische Infrastruktur und überließen es dann dem iranischen Volk, sein Schicksal wieder selbst in die Hand zu nehmen. "Die israelische Armee ist sehr viel stärker involviert in der Zerstörung auch der gesamten Infrastruktur des Mullah-Regimes und ist da vielleicht noch ein bisschen mehr in der Verantwortung, genau diese Frage zu beantworten." Trump hatte bei einem gemeinsamen Auftritt gesagt, dass die USA und Israel nach der Tötung der iranischen Führung auch die nachfolgenden Führungsfiguren auf iranischer Seite ausgeschaltet hätten.

Merz erklärte, er werde unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Deutschland mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu telefonieren. Es sei wenig sinnvoll, jetzt eine solche Militäroperation vorzunehmen und am Ende des Tages sei man vielleicht nur für fünf bis zehn Jahre ohne iranische Atomwaffen, wenn man mit diesem Regime nur in anderer personeller Konfiguration weitermache. "Das ist schon eine sehr wichtige und bisher nicht beantwortete Frage." Merz betonte zugleich, dass die Bundesregierung die Ziele der USA und Israels teile, dass der Iran keine Atomwaffen und kein ballistisches Raketenprogramm haben sollte und in einer Vereinbarung festgelegt werden müsse, dass Iran auch keine destabilisierende Rolle in der Region mehr spielen dürfe. Deutschland werde sich an dem Krieg aber nicht beteiligen. Es gebe auch keine Anfragen der USA und Israels.

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