03. Mrz (Reuters) - Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen:
19.54 Uhr - Der türkische Außenminister Hakan Fidan kritisiert die iranischen Angriffe auf Golfstaaten als Reaktion auf das militärische Vorgehen der USA und Israels scharf. Dies sei eine "unglaublich falsche Strategie", sagt Fidan dem Sender TRT Haber. Teheran verfolge das Prinzip: "Wenn ich untergehe, reiße ich die Region mit." Die angegriffenen Länder könnten bei einer Fortsetzung der Schläge nicht tatenlos zusehen. Die Gefahr einer Ausweitung des Konflikts sei besorgniserregend.
18.26 Uhr - Der Präsident der Federal Reserve Bank of Minneapolis, Neel Kashkari, sieht im Iran-Konflikt wachsende Unsicherheit für die wirtschaftlichen Aussichten. Es sei nun schwieriger abzuschätzen, wie sich die Geldpolitik weiterentwickle, sagt Kashkari auf einer Veranstaltung in New York. "Bis vor ein paar Tagen war ich noch sehr zuversichtlich." Er sei bislang von einer Zinssenkung in diesem Jahr ausgegangen. Nun müsse er jedoch erst sehen, wie sich der Krieg in den Daten niederschlage.
18.24 Uhr - Bundeskanzler Friedrich Merz sagt, er unterstütze die USA und Israel in deren Bemühungen, das Regime in Teheran zu stürzen. Es handele sich um ein "schreckliches, terroristisches Regime", sagt Merz im Oval Office. "Und wir freuen uns auf den Tag danach." Er habe ein großes Interesse an einem gemeinsamen Ansatz und gemeinsamer Arbeit. Dies sei "extrem wichtig" für Europa, die USA und Israel.
18.24 Uhr - Die US-Regierung erwägt Insidern zufolge staatliche Hilfen für die Versicherung von Öltankern im Nahen Osten. Präsident Donald Trump wolle eine Reihe von Optionen zur Dämpfung der Energiepreise prüfen, sagen zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Finanzminister Scott Bessent und Energieminister Chris Wright sollen ihm dazu Vorschläge unterbreiten. Hintergrund sind die gestiegenen Ölpreise seit Beginn der Angriffe Israels und der USA auf den Iran am Wochenende. Der Preisanstieg geht zum Teil auf die Kosten für die Versicherung von Tankern in der Region zurück. Niedrigere Energiepreise sind ein zentrales Ziel der Wirtschaftspolitik Trumps. Im November finden in den USA Kongresswahlen statt.
18.20 Uhr - Bundeskanzler Friedrich Merz fordert Spanien auf, das Nato-Ziel bei den Militärausgaben von fünf Prozent zu erfüllen. "Spanien muss das einhalten", sagt Merz im Oval Office. Alle Nato-Staaten hätten sich darauf verständigt, jetzt müsse Spanien davon überzeugt werden.
18.14 Uhr - Das israelische Militär fordert die Bewohner von Tyros auf, die Stadt im Südlibanon zu evakuieren.
18.10 Uhr - US-Präsident Donald Trump rechnet damit, dass die Ölpreise sinken werden, sobald der Militäreinsatz gegen den Iran beendet ist. Dies sagt Trump im Oval Office an der Seite von Bundeskanzler Friedrich Merz.
18.11 Uhr - Die russischen Getreideexporte in den Iran kommen Insidern zufolge nach den US-israelischen Luftangriffen ins Stocken. Lieferungen über das Schwarze und das Kaspische Meer seien unterbrochen worden, sagen zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen aus der russischen Exportbranche der Nachrichtenagentur Reuters. Die Exporteure versuchten zwar weiterhin, bestehende Verträge zu erfüllen. "Es besteht Bedarf an Lieferungen, aber im Moment sind sie ausgesetzt", sagt einer der Insider. Er gehe davon aus, dass der Handel sobald wie möglich wieder aufgenommen werde. Der Iran habe wegen Trockenheit eine schlechte Ernte eingefahren und sei auf Importe angewiesen. Die Islamische Republik ist der drittgrößte Abnehmer von russischem Getreide, hat in dieser Saison aber bereits bis zu 95 Prozent der erwarteten Weizenkäufe getätigt.
18.08 Uhr - Bundeskanzler Friedrich Merz sagt, der Iran-Krieg schade auch der deutschen Wirtschaft. Deshalb hoffe er, dass der Krieg so schnell wie möglich zu Ende gehe und es eine neue Regierung in Teheran gebe, sagt Merz im Oval Office des Weißen Hauses.
18.07 Uhr - Russland ist nach den Worten von Außenminister Sergej Lawrow bereit, bei der Suche nach einer politischen Lösung im Nahen Osten zu helfen. In einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi spricht sich Lawrow nach Angaben seines Ministeriums gegen Gewaltanwendung aus. Die beiden Minister besprachen demnach die Lage, die durch die "unprovozierte bewaffnete Aggression der USA und Israels gegen den Iran" entstanden sei. Auch mit dem omanischen Außenminister Badr Albusaidi habe Lawrow über die aktuellen Entwicklungen gesprochen.
18.02 Uhr - US-Präsident Donald Trump betont, zunächst müsse das iranische Militär ausgeschaltet werden. Danach werde man sehen, sagt Trump. Es wäre wohl besser, wenn jemand innerhalb des Irans die Führung übernehmen würde. Mit Blick auf den Krieg gegen den Iran lobt Trump die Bundesregierung. "Deutschland ist großartig." Kritik übt er hingegen vor allem an Spanien, aber auch an Großbritannien.
17.59 Uhr - Der Iran droht nach Angaben eines hochrangigen Vertreters der Revolutionsgarden mit Angriffen auf alle Wirtschaftszentren der Region, sollten die wichtigsten Orte in der Islamischen Republik getroffen werden. Das melden iranische Nachrichtenagenturen.
17.54 Uhr - Der Iran verfügt nach den Worten von US-Präsident Donald Trump nicht mehr über eine Flugabwehr. Der Oberste Führer sei ausgeschaltet, und es sei heute ein weiterer Schlag gegen die neue Führung gelungen, sagt Trump an der Seite von Bundeskanzler Friedrich Merz im Oval Office. "Wir werden weiter machen."
17.52 Uhr - Bundeskanzler Friedrich Merz sagt, er werde mit US-Präsident Donald Trump auch über den Iran-Krieg sprechen und über den Tag nach Ende des Konflikts. Man sei sich einig, das Regime in Teheran loswerden zu wollen.
17.51 Uhr - US-Präsident Donald Trump nennt Bundeskanzler Friedrich Merz zum Empfang im Oval Office im Weißen Haus einen "Freund". "Er macht einen sehr guten Job", sagt Trump über Merz.
17.50 Uhr - Die mit dem Iran verbündete libanesische Hisbollah-Miliz hat nach eigenen Angaben Militärstellungen in den Golanhöhen angegriffen. Der strategisch wichtige Höhenzug gehört zu Syrien, ist aber seit dem Sechstagekrieg 1967 von Israel besetzt. 1981 wurde das Gebiet von Israel faktisch annektiert. International anerkannt ist das nicht. Allerdings haben die USA während Donald Trumps erster Präsidentschaft 2019 die Golanhöhen als Teil Israels anerkannt.
17.42 Uhr - Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters melden aus Abu Dhabi und Doha laute Explosionsgeräusche. Einzelheiten liegen zunächst nicht vor.
17.39 Uhr - Das US-Militär hat nach eigenen Angaben seit Beginn der Angriffe am Samstag mehr als 1700 Einsätze gegen den Iran absolviert.
17.27 Uhr - Nach Angriffen der USA und Israels auf die Atomanlage Natans ist iranischen Medien zufolge kein Austritt von Radioaktivität festgestellt worden. Der iranische Botschafter bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Resa Nadschafi, erklärte am Montag, die Anlage sei bei den Militäreinsätzen gegen sein Land getroffen worden.
17.15 Uhr - Großbritannien verlegt Premierminister Keir Starmer zufolge Hubschrauber zur Drohnenabwehr nach Zypern. Zudem werde der Zerstörer "HMS Dragon" in die Region entsandt, heißt es weiter. Nach früheren Angaben eines zyprischen Regierungssprechers hat Frankreich die Entsendung einer Fregatte sowie von Raketen- und Drohnenabfangsystemen angekündigt. Am Montag waren über dem britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern zwei Drohnen abgefangen worden.
17.06 Uhr - Die Außenminister der Europäischen Union planen einem Insider zufolge am Donnerstagmorgen eine Videokonferenz mit ihren Amtskollegen aus dem Golfkooperationsrat (GCC). Das erfährt die Nachrichtenagentur Reuters von einem EU-Insider. Zum GCC gehören Saudi-Arabien, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Bahrain und der Oman.
17.01 Uhr - Bei israelischen Angriffen im Libanon sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Zudem seien 246 Personen verletzt worden. Damit korrigiert die Behörde ihre am Montag genannte Zahl von 52 Toten nach unten. In Israel gibt es bislang keine Berichte über Todesopfer durch die Angriffe der radikal-islamischen Hisbollah.
16.42 Uhr - Iranische Nachrichtenagenturen melden Explosionen in Teheran sowie in den Städten Täbris und Urmia im Nordwesten des Landes.
16.39 Uhr - Der Irak muss Insidern zufolge seine Ölproduktion in wenigen Tagen um mehr als drei Millionen Barrel pro Tag (bpd) kürzen, falls Öltanker die Straße von Hormus nicht frei passieren können. Das sagen zwei irakische Vertreter der Ölindustrie der Nachrichtenagentur Reuters. Die Produktion im Rumaila-Feld sei bereits um 700.000 Barrel pro Tag gesenkt worden, im Feld West Qurna 2 um 460.000 Barrel. Infolge der Verzögerungen bei der Passage der Straße von Hormus seien die Lagerbestände in den südlichen Häfen des Landes auf ein kritisches Niveau gestiegen.
16.00 Uhr - Die Lufthansa Group setzt Flüge aller ihrer Airlines von und nach Larnaca auf Zypern bis einschließlich 6. März aus. Auch der Luftraum des EU-Staates werde in dieser Zeit nicht genutzt, teilt die Airline weiter mit. Betroffene Fluggäste können kostenfrei auf ein späteres Reisedatum umbuchen oder erhalten alternativ den vollständigen Ticketpreis zurück. Am Montag waren auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern zwei Drohnen abgefangen worden.
15.50 Uhr - Die LufthansaLHAG.DE bestätigt Angaben von Bundesaußenminister Johann Wadephul und teilt mit, in der Nacht vom 4. auf den 5. März im Auftrag der Bundesregierung einen Evakuierungsflug von Maskat im Oman nach Frankfurt durchzuführen, um deutsche Staatsbürger aus der Region auszufliegen. Eingesetzt werde dafür ein Langstreckenflugzeug vom Typ Airbus A340-300.
15.30 Uhr - Die erste von der Bundesregierung gecharterte Maschine zum Ausflug der in den Golfstaaten gestrandeten Touristen startet nach Angaben von Außenminister Johann Wadephul am Mittwoch. Wadephul sagt bei "Welt TV", das Flugzeug werde die omanische Hauptstadt Maskat ansteuern. Damit sollen zunächst hilfsbedürftige Menschen ausgeflogen werden.
15.33 Uhr - Die Börsen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) nehmen am Mittwoch den Handel wieder auf. Dies teilt die Aufsichtsbehörde CMA mit. Der Handel an den Plätzen in Abu Dhabi und Dubai war nach iranischen Raketen- und Drohnenangriffen für zwei Tage ausgesetzt worden.
15.12 Uhr - Österreich plant für Mittwoch einen ersten Charterflug zur Evakuierung seiner Staatsbürger aus der Krisenregion. Die Maschine soll mehr als 170 Personen aus Maskat im Oman ausfliegen, wie das Außenministerium in Wien mitteilt. Bislang seien bereits 117 besonders schutzbedürftige Personen bei der Ausreise unterstützt worden, etwa aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel in Nachbarländer. Insgesamt sind den Angaben zufolge derzeit rund 18.000 österreichische Staatsbürger und Angehörige im Krisengebiet registriert, darunter etwa 2500 Reisende. Der Großteil der Touristen – etwa 1600 – hält sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf.
15.10 Uhr - "Ich weine toten Mullahs keine einzige Träne nach", sagt der Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, in Berlin. Die Staatsführung im Iran habe Tausende Menschen ermordet. "Der Fall dieses Regimes ist wünschenswert." Das iranische Volk brauche eine Chance auf Frieden und Freiheit.
14.40 Uhr - Drei Tage nach Beginn der gemeinsamen Angriffe der USA und Israels auf den Iran äußert sich dessen UN-Botschafter in Genf skeptisch über Verhandlungen mit der amerikanischen Seite. "Derzeit zweifeln wir sehr am Nutzen von Verhandlungen", sagt Ali Bahreini vor der Presse. Die einzige Sprache, mit der der Iran sprechen könne, sei die Sprache der Verteidigung, sagt Bahreini weiter. Es sei nicht die Zeit für Verhandlungen. "Wir werden uns bis zu dem Punkt verteidigen, an dem diese Aggression beendet ist."
14.14 Uhr - In der Umgebung von Tel Avbiv sind nach Angaben der israelischen Armee Raketen eingeschlagen. Such- und Rettungskräfte seien zusammen mit zahlreichen Notfallteams an den Einschlagstellen im Einsatz. Die Polizei meldet mehrere Einschläge von Trümmerteilen im Bezirk Tel Aviv. Der israelische Rettungsdienst teilt mit, es seien drei Leichtverletzte behandelt worden.
14.04 Uhr - Israel setzt Containerschiffe ein, um im Ausland gestrandetes medizinisches Personal zurückzuholen. Die Frachter der Reederei ZIM pendeln einem Firmenvertreter zufolge zwischen Limassol auf Zypern und dem israelischen Hafen Haifa. Bislang seien 40 Ärzte zurückgekehrt, um bei der Versorgung von Verletzten zu helfen. Wegen der Kämpfe mit dem Iran ist der Flugverkehr in der Region stark eingeschränkt. Dies sei derzeit der einfachste Weg, die Mediziner nach Hause zu bringen, sagt der Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters.
13.56 Uhr - Iran streitet jeglichen Angriff auf Oman ab. Zuvor hat das Sultanat gemeldet, zwei Drohnen abgefangen zu haben. Eine dritte sei in der Nähe des Hafens Salalah niedergegangen ohne größeren Schaden anzurichten.
13.49 Uhr - US-Präsident Donald Trump lehnt Verhandlungen mit der Führung in Teheran ab. Der Iran wolle zwar verhandeln, dafür sei es jedoch zu spät, schreibt Trump auf der Plattform Truth Social. Die iranische Luftabwehr, die Luftwaffe, die Marine und die Führung seien ausgeschaltet.
13.10 Uhr - Das Auswärtige Amt bestellt den iranischen Botschafter in Berlin ein, wie das Ministerium auf der Plattform X mitteilt. "Wir haben das iranische Regime unmissverständlich dazu aufgefordert, seine rücksichtslosen Angriffe auf Staaten der Region unverzüglich einzustellen", schreibt das Ministerium. "Wir verurteilen die willkürlichen und unverhältnismäßigen Raketen- und Drohnenangriffe des iranischen Regimes, auch auf zivile Ziele", heißt es weiter. "Die Angriffe bedrohen unsere Verbündeten, unser Militärpersonal und unsere Staatsangehörigen in der Region."
12.56 Uhr - In Katar sitzen nach Angaben des Außenministeriums mehr als 8000 Reisende im Transit fest. Diese würden bis zum Ende der Krise in Hotels untergebracht, sagt ein Sprecher des Außenministeriums in Doha. Zudem seien Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen versorgt worden. Das gesamte katarische Territorium war seinen Angaben nach Ziel der Angriffe, nicht nur militärische Einrichtungen. Am Montag seien iranische Jets in den katarischen Luftraum eingedrungen und abgeschossen worden. Die Besatzungen würden gesucht.
12.35 Uhr - Der Oman hat nach eigenen Angaben zwei Drohnen in Dhofar im Süden des Sultanats abgefangen. Eine dritte sei in der Umgebung des Hafens Salalah zerschellt, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur. Verletzte habe es nicht gegeben.
11.38 Uhr - Das UN-Büro für Menschenrechte fordert eine Untersuchung der Bombardierung einer Mädchenschule im Iran. Der Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, verlange eine unparteiische Aufklärung des "schrecklichen" Vorfalls, teilt Sprecherin Ravina Shamdasani in Genf mit. Die Verantwortung für die Untersuchung liege bei den Streitkräften, die den Angriff verübt hätten. Iranischen Staatsmedien zufolge waren bei dem Angriff auf die Schule in Minab im Süden Irans am Samstag über 160 Menschen getötet worden. US-Außenminister Marco Rubio hat bereits erklärt, die US-Truppen würden "nicht absichtlich eine Schule ins Visier nehmen".
11.40 Uhr - Russlands Präsident Wladimir Putin und der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban erörtern in einem Telefonat den Nahost-Konflikt und die bilaterale Zusammenarbeit. Das meldet die amtliche russische Nachrichtenagentur RIA. Der Agentur Interfax zufolge sprechen beide zudem über ungarische Staatsbürger, die aufseiten der Ukraine gekämpft haben und in russische Gefangenschaft geraten sind.
11.34 Uhr - Russlands Präsident Wladimir Putin will die Sorgen arabischer Staatschefs über die iranischen Angriffe auf Ölanlagen an die Führung in Teheran übermitteln. Dies kündigt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow an. Putin werde sicherlich jede Anstrengung unternehmen, um zumindest zu einer leichten Entspannung beizutragen, sagt Peskow. Der Präsident habe am Montag mit vier Regierungschefs der Golfstaaten telefoniert und dabei angeboten, die guten Beziehungen Moskaus zum Iran zu nutzen. Pläne für ein Gespräch mit US-Präsident Donald Trump gebe es derzeit nicht.
11.23 Uhr - Das israelische Militär fordert die Bewohner von über zwei Dutzend Ortschaften im Süden Libanons zum Verlassen ihrer Siedlungen auf. Zuvor hatte die Armee Vorstöße im Grenzgebiet angekündigt.
11.11 Uhr - Seit Beginn der Feindseligkeiten zwischen Israel und der Hisbollah haben nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR mindestens 30.000 Menschen im Libanon Schutz in Notunterkünften gesucht. "Konservativen Schätzungen zufolge wurden fast 30.000 Menschen in Sammelunterkünften aufgenommen und registriert", sagt ein UNHCR-Sprecher. Viele weitere hätten in ihren Autos am Straßenrand geschlafen oder steckten im Stau.
10.50 Uhr - Russland stellt die Rechtfertigung der USA und Israels für die Angriffe auf den Iran infrage. Es gebe keine Beweise für die Entwicklung einer iranischen Atombombe, erklärt Außenminister Sergej Lawrow. Sowohl US-Präsident Donald Trump als auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu begründen die Angriffe unter anderem damit, die Islamische Republik dürfe niemals in den Besitz einer Atombombe kommen. Die Regierung in Teheran bestreitet, eine Atombombe entwickeln zu wollen, hat allerdings auch internationale Kontrollen seiner Atomanlagen eingeschränkt oder abgelehnt.
10.25 Uhr - Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA meldet Schäden an den Gebäuden, die mit der unterirdischen Urananreicherungsanlage Natans im Iran verbunden sind. Es sei kein Austritt radioaktiver Strahlungen zu erwarten, teilt die UN-Behörde mit. Auch an der Anlage selbst seien keine Auswirkungen festgestellt worden.
10.11 Uhr - Im Iran steigt die Zahl der Toten infolge der israelisch-amerikanischen Angriffe nach Angaben des Roten Halbmonds auf 787. Das berichten staatliche iranische Medien.
10.00 Uhr - Für eine Abschätzung der wirtschaftlichen Folgen des Krieges für die Region und die Weltwirtschaft ist es nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) noch zu früh. Dies hänge vom Ausmaß und der Dauer des Konflikts ab, teilt die Organisation mit. Der IWF habe Störungen des Handels und der Wirtschaftsaktivität sowie steigende Energiepreise und Schwankungen an den Finanzmärkten registriert. Die Lage in Nahost werde genau beobachtet.
09.33 Uhr - Im Emirat Fudschaira der Vereinigten Arabischen Emirate wird eine Drohne über ölverarbeitenden Anlagen abgeschossen. Die Trümmer lösen ein Feuer aus, teilt das Medienbüro der Regierung mit. Der Brand sei gelöscht worden.
09.00 Uhr - Libanesische Truppen ziehen sich aus mindestens sieben Posten nahe der Grenze zu Israel zurück. Das berichten Augenzeugen der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Mitarbeiter der libanesischen Regierung sagt Reuters, in einigen Bereichen hätten israelische Soldaten die gemeinsame Grenze überschritten.
08.48 Uhr - Frankreich steht nach Angaben von Außenminister Jean-Noel Barrot bereit, die am meisten gefährdeten Franzosen in der Region auszufliegen. Insgesamt rund 400.000 französische Staatsangehörige hielten sich in den von dem Krieg betroffenen Gebieten auf. Frankreichs Priorität sei die Sicherheit der eigenen Bürger und die Deeskalation des Konflikts. Frankreich sei auch bereit, Partner zu verteidigen, falls die dies wünschten.
08.40 Uhr - Im omanischen Handelshafen Dukm wird ein Treibstofftank von einer Drohne getroffen. Es sei ein begrenzter Schaden entstanden, meldet die staatliche omanische Nachrichtenagentur unter Berufung auf ein Mitglied der Sicherheitskräfte. Es seien keine Menschen verletzt worden.
08.30 Uhr - In Schiras im Südwesten Irans und in Isfahan im Zentrum der Islamischen Republik sind Explosionen zu hören. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur Mehr.
08.20 Uhr - Der Touristikriese TUITUI1n.DE geht davon aus, seine im Nahen Osten festsitzenden Kunden binnen einiger Tage zurückholen zu können. Man plane, die Urlauber mit Partner-Airlines wie Etihad, Emirates und Qatar Airways nach Deutschland zurückzubringen, sagt Konzernchef Sebastian Ebel dem Sender ntv. "Wir gehen aktuell davon aus, dass wir die ersten Flüge mit diesen Unternehmen und unseren Gästen heute durchführen können."
08.17 Uhr - China ruft erneut dazu auf, die Angriffe auf den Iran einzustellen. Eine weitere Ausbreitung des Krieges müsse verhindert werden, teilt das Außenministerium in Peking mit. Die Regierung mahnt eine Rückkehr zum Dialog an. China werde weiterhin eine konstruktive Rolle bei den Friedensbemühungen spielen.
08.06 Uhr - Israelische Soldaten sind nach Angaben der Armee im Süden des Libanon im Einsatz. Es handele sich um ein taktisches Manöver entlang der gemeinsamen Grenze. Es sei nicht der Auftakt zu einer Offensive der Bodentruppen. Das isrealische Militär hat in den vergangenen Tagen starke Kräfte an der Grenze zum Libanon zuzsammengezogen.
07.23 Uhr - Die Wahl eines neuen geistlichen und politischen Oberhaupts des Iran wird nach Aussagen eines Mitglieds des Expertenrats nicht lange in Anspruch nehmen. Es werde nicht lange dauern, bis ein Nachfolger für den verstorbenen Ajatollah Ali Chamenei feststeht, sagt das Mitglied laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna.
06.40 Uhr - Israel greift dem Militär zufolge derzeit parallel in Teheran und Beirut an.
04.00 Uhr - Die USA kündigen Maßnahmen gegen die wegen des Iran-Konflikts steigenden Energiepreise an. Finanzminister Scott Bessent und Energieminister Chris Wright sollen die Pläne am Dienstag vorstellen, sagt Außenminister Marco Rubio vor Journalisten im Kapitol. "Ab morgen werden Sie sehen, wie wir diese Phasen einführen, um dagegen vorzugehen", erklärt Rubio. Präsident Donald Trump trifft sich am Dienstag um 14.00 Uhr Ortszeit mit beiden Ministern. Die Öl- und Gaspreise sind nach israelischen und US-Angriffen auf den Iran sowie Vergeltungsmaßnahmen Teherans stark gestiegen. Die Angriffe führten zu Schließungen von Öl- und Gasanlagen in der Region und störten die Schifffahrt in der Straße von Hormus.
03.41 Uhr - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bezeichnet den Krieg der USA und Israels gegen den Iran als Tor zum Frieden. "Dies ist kein endloser Krieg, dies ist das Tor zum Frieden", sagt Netanjahu im US-Fernsehsender Fox News. Der Krieg werde schnelle und entscheidende Maßnahmen beinhalten. Auf die Frage, ob er einen dauerhaften Weg zum Frieden im Nahen Osten sehe, antwortet er mit "Ja".
03.21 Uhr - Die US-Botschaft in Riad ist von zwei Drohnen getroffen worden. Das saudi-arabische Verteidigungsministerium meldet ein begrenztes Feuer und Sachschäden. Der Angriff erfolgt inmitten iranischer Raketen- und Drohnenangriffe auf Golfstaaten nach den US-israelischen Angriffen auf den Iran am Samstag. Nach Angaben von Insidern gab es keine Verletzten, da das Gebäude in den frühen Morgenstunden leer war. Über dem Diplomatenviertel von Riad war schwarzer Rauch zu sehen. Die Botschaft gab eine "Shelter in Place"-Warnung für US-Bürger in Riad, Dschidda und Dhahran heraus.
02.20 Uhr - Die USA rufen ihre Staatsbürger zur sofortigen Ausreise aus mehr als einem Dutzend Ländern im Nahen Osten auf. Hintergrund sind die US-israelischen Angriffe auf den Iran, wie das Außenministerium mitteilt. Die Warnung gilt für Bahrain, Ägypten, Iran, Irak, Israel, das Westjordanland und Gaza, Jordanien, Kuwait, Libanon, Oman, Katar, Saudi-Arabien, Syrien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jemen. Die US-Botschaft in der jordanischen Hauptstadt Amman ist nach eigenen Angaben wegen einer Bedrohung geräumt worden. Am Samstag hatten die USA und Israel Ziele im Iran angegriffen und dabei nach eigenen Angaben führende Vertreter getötet, darunter Ajatollah Ali Chamenei. Teheran reagiert mit Gegenschlägen. US-Präsident Donald Trump rechnet damit, dass der Konflikt vier bis fünf Wochen oder länger dauern könnte.
01.24 Uhr - Der designierte Wirtschaftsweise Gabriel Felbermayr sieht in einem möglichen Regimewechsel im Iran erhebliche Chancen für die deutsche Wirtschaft. Ein Ende des Mullah-Regimes könne das deutsche Wirtschaftswachstum um 0,5 Prozent beschleunigen, sagt der Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung im Interview mit der "Welt". Dies sei deutlich mehr als die 0,1 bis 0,2 Prozent, die er vom Mercosur-Abkommen mit Lateinamerika erwarte. Kurzfristig führe der Iran-Krieg jedoch zu höheren Energiepreisen und längeren Lieferzeiten. "Gerade bei einer schwachen Konjunktur in Deutschland brauchen wir solche zusätzlichen Verwerfungen wie einen Kropf am Hals", sagt Felbermayr. Langfristig biete der Iran mit rund 90 Millionen überwiegend gut ausgebildeten Einwohnern ein "gewaltiges wirtschaftliches Aufholpotenzial". Mit der Aufhebung der Sanktionen hätten deutsche Exporteure wieder direkten Zugang zum iranischen Markt. Zudem könne iranisches Gas über Aserbaidschan per Pipeline nach Europa exportiert werden.
00.16 Uhr - Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter fordert von der Bundesregierung eine aktive Unterstützung der USA und Israels bei ihrem Vorgehen gegen den Iran. "Wir müssen die USA und Israel in ihrem entschlossenen Vorgehen vollumfänglich und aktiv unterstützen", sagt Kiesewetter der "Augsburger Allgemeinen". Deutschland solle dabei "nichts ausschließen" - von logistischer Unterstützung über Luftverteidigung bis hin zu offensiven Maßnahmen gegen die militärische Infrastruktur des iranischen Regimes. Der Iran sei auch für Deutschland ein Kriegsziel, betont der Unionspolitiker.