Berlin, 03. Mrz (Reuters) - Eine von der Bundesregierung gecharterte LufthansaLHAG.DE-Maschine wird am Mittwoch nach Maskat im Oman fliegen, um von dort aus in den Golfstaaten gestrandete deutsche Touristen auszufliegen. Das kündigte Bundesaußenminister Johann Wadephul am Mittwoch in "Welt TV" an. Zunächst sollen Hilfsbedürftige wie ältere oder kranke Menschen sowie Schwangere und Kinder ausgeflogen werden. Wadephul kündigte "weitere Flüge dieser Art" an. Dazu sei er im Gespräch mit der Lufthansa und auch mit Condor.
Die LufthansaLHAG.DE bestätigte die Angaben und teilte mit, in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag im Auftrag der Bundesregierung einen Evakuierungsflug von Maskat nach Frankfurt durchzuführen, um deutsche Staatsbürger aus der Region auszufliegen. Eingesetzt werde dafür ein Langstreckenflugzeug vom Typ Airbus A340-300. In der Regel bietet eine solche Maschine Platz für 250 bis 300 Passagiere. In der Region sind nach Angaben des Auswärtigen Amts rund 30.000 Deutsche gestrandet, etwa auch in Kreuzfahrtschiffen.
Wadephul verwies darauf, dass auch kommerzielle Airlines aus den Golfstaaten den Flugbetrieb derzeit wieder aufgenommen hätten. Am Dienstag war die erste Maschine von Emirates mit deutschen Touristen in Frankfurt gelandet. "Weitere sind zu erwarten, und daran arbeiten wir jetzt sehr intensiv konsularisch vor Ort mit unserem Personal", sagte der Minister. Wie viele Menschen mit der Lufthansa-Maschine ausgeflogen werden könnten, hänge auch davon ab, wie viele es überhaupt nach Maskat an den Flughafen schafften, sagte Wadephul weiter. Hierbei hänge auch viel von den Touristik-Unternehmen ab.