03. Mrz (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine, der seit Beginn der großangelegten russischen Invasion am 24. Februar 2022 andauert. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
16.02 Uhr - Ein längerer Konflikt im Nahen Osten gefährdet nach Ansicht Polens die Lieferung von US-Luftabwehrsystemen und anderen Waffen an europäische Länder und die Ukraine. Sollte sich die Auseinandersetzung über die von US-Präsident Donald Trump genannten drei bis vier Wochen hinausziehen, drohten Engpässe beim Nachschub, sagt Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz in Bratislava. Dies gelte vor allem für die Ukraine. Hintergrund ist der hohe Verbrauch an Luftabwehrraketen im Iran-Krieg.
14.30 Uhr - Das ukrainische Militär hat im Januar und Februar 13 russische Ölraffinerien, Öllager und andere Einrichtungen des Öl- und Gassektors bei Angriffen getroffen. Insgesamt habe das Militär mehr als 40 Angriffe in Russland ausgeführt, teilt das ukrainische Verteidigungsministerium auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Sie hätten sich unter anderem gegen den Öl- und Gassektor, militärisch-industrielle Anlagen und Kommandozentralen gerichtet.
14.20 Uhr - Der ukrainische Zweig der Öl-Pipeline Druschba ist nach Angaben der Regierung in Kiew bei einem russischen Angriff durch ein Feuer schwer beschädigt worden. "Der größte Teil der internen Ausrüstung der Pipeline, verschiedene Sensoren und andere Geräte im Inneren wurden durch die hohen Temperaturen beschädigt", sagt Energieminister Denys Schmyhal der Nachrichtenagentur Interfax Ukraine. Die Druschba-Pipeline, über die Ungarn und die Slowakei seit den 1960er Jahren von Russland mit Öl versorgt werden, ist seit dem 27. Januar unterbrochen. Die Ukraine macht dafür einen russischen Drohnenangriff verantwortlich. An dem Lieferstopp hat sich ein Streit entzündet, der zur Blockade von EU-Hilfen für die Ukraine im Krieg gegen Russland durch Ungarn führte. Die Slowakei und Ungarn, die vergleichsweise gute Beziehungen zu Russland unterhalten, werfen der Ukraine vor, die Reparatur der Pipeline aus politischen Gründen zu verzögern.
14.00 Uhr - Die Ukraine hat infolge der massiven russischen Angriffe auf ihre Energieinfrastruktur die Stromimporte auf ein Rekordniveau erhöht. Im Februar seien sie gegenüber Januar um 41 Prozent auf 1,26 Millionen Megawattstunden gestiegen, teilt das in Kiew ansässige Analyseunternehmen ExPro mit. Ein Großteil des importierten Stroms stammt ExPro zufolge aus Ungarn, dessen Lieferungen im Februar gegenüber Januar um 54 Prozent gestiegen seien. Die Ukraine importiert außerdem Strom aus der Slowakei, Rumänien, Polen und der Republik Moldau. Russland hat die Zahl und Intensität seiner Angriffe auf den ukrainischen Energiesektor deutlich erhöht und zielt sowohl auf Kraftwerke als auch auf Umspannwerke. Dadurch ist die ukrainische Regierung gezwungen, die Stromversorgung von Unternehmen zu drosseln und die Importe aus den europäischen Nachbarländern zu erhöhen.