03. Mrz (Reuters) - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu geht von einem längeren Krieg mit dem Iran aus. "Es wird einige Zeit dauern, aber nicht Jahre", sagte er dem US-Sender Fox News. Am Dienstag, dem vierten Tag der amerikanisch-israelischen Offensive, weiteten sich die Kämpfe aus. Israel griff Ziele der Hisbollah-Miliz im Libanon und das Staatsfernsehen in Teheran an. Im Gegenzug schoss der Iran Raketen und Drohnen auf die mit den USA verbündeten Golfstaaten ab. Saudi-Arabien meldete einen Drohnenangriff auf die US-Botschaft in Riad mit geringem Schaden. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, einen US-Stützpunkt in Bahrain mit Raketen und Drohnen attackiert zu haben.
US-Außenminister Marco Rubio kündigte an, "die schwersten Schläge des US-Militärs stehen noch bevor". Einen Einsatz von Bodentruppen schloss er nicht explizit aus: "Wir sind davon überzeugt, dass die Ziele dieses Einsatzes – die Zerstörung der ballistischen Raketen, deren Abschussvorrichtungen und Produktionsanlagen – ohne den Einsatz von Bodentruppen erreicht werden können."
Bislang kamen bei den Kämpfen Hunderte Zivilisten ums Leben. Das US-Militär meldete sechs getötete Soldaten. Der Luftkrieg beeinträchtigt zunehmend die Weltwirtschaft. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Ölhandelsrouten der Welt, kam weitgehend zum Erliegen. In Konsequenz stiegen Ölpreise und Frachtraten auf Rekordhöhen. Der Luftverkehr in der Region ist stark beeinträchtigt. Zehntausende Passagiere sitzen fest, Fluggesellschaften sind wegen der unsicheren Lage und steigender Treibstoffkosten unter Druck geraten.