03. März - Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen:
01.24 Uhr - Der designierte Wirtschaftsweise Gabriel Felbermayr sieht in einem möglichen Regimewechsel im Iran erhebliche Chancen für die deutsche Wirtschaft. Ein Ende des Mullah-Regimes könne das deutsche Wirtschaftswachstum um 0,5 Prozent beschleunigen, sagt der Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung im Interview mit der "Welt". Dies sei deutlich mehr als die 0,1 bis 0,2 Prozent, die er vom Mercosur-Abkommen mit Lateinamerika erwarte. Kurzfristig führe der Iran-Krieg jedoch zu höheren Energiepreisen und längeren Lieferzeiten. "Gerade bei einer schwachen Konjunktur in Deutschland brauchen wir solche zusätzlichen Verwerfungen wie einen Kropf am Hals", sagt Felbermayr. Langfristig biete der Iran mit rund 90 Millionen überwiegend gut ausgebildeten Einwohnern ein "gewaltiges wirtschaftliches Aufholpotenzial". Mit der Aufhebung der Sanktionen hätten deutsche Exporteure wieder direkten Zugang zum iranischen Markt. Zudem könne iranisches Gas über Aserbaidschan per Pipeline nach Europa exportiert werden.
00.16 Uhr - Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter fordert von der Bundesregierung eine aktive Unterstützung der USA und Israels bei ihrem Vorgehen gegen den Iran. "Wir müssen die USA und Israel in ihrem entschlossenen Vorgehen vollumfänglich und aktiv unterstützen", sagt Kiesewetter der "Augsburger Allgemeinen". Deutschland solle dabei "nichts ausschließen" - von logistischer Unterstützung über Luftverteidigung bis hin zu offensiven Maßnahmen gegen die militärische Infrastruktur des iranischen Regimes. Der Iran sei auch für Deutschland ein Kriegsziel, betont der Unionspolitiker.