02. Mrz (Reuters) - Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen:
10.33 Uhr - Der Iran werde für die Angriffe auf das katarische Volk einen Preis zahlen müssen, kündigt das Außenministerium in Doha an. Katar habe Angriffe auf zivile Infrastruktur abgefangen. Darunter sei auch der internationale Flughafen gewesen. Ein Angriff wie dieser könne nicht ohne Vergeltung bleiben, sagt Sprecher Majed Al Ansari dem Sender CNN. Er zeigt sich aber überzeugt, letzten Endes werde der Konflikt am Verhandlungstisch gelöst. Der Sprecher betont, die Ölanlagen vor der Küste und auf dem Land seien geschützt. Alle Arbeiter seien in Sicherheit.
10.20 Uhr - Die russische Regierung steht nach eigenen Angaben in ständigem Kontakt mit der iranischen Führung und erörtert die Situation. Auch mit anderen betroffenen Ländern, darunter die Golfstaaten, tausche man sich aus, erklärt der Kreml. Die iranisch-amerikanischen Gespräche hätten sich auf einem guten Weg befunden, als die Lage dann in "offene Aggression" gekippt sei.
10.10 Uhr - Zypern verschiebt wegen eines Drohnenangriffs auf einen britischen Luftwaffenstützpunkt das geplante Treffen der EU-Europaminister. Der Vorfall in der Nacht habe den Flugverkehr beeinträchtigt, teilt die zyprische EU-Ratspräsidentschaft mit. Der informelle Rat für Allgemeine Angelegenheiten werde zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.
10.00 Uhr - Israel hat seine militärische Präsenz an der Grenze zum Libanon verstärkt. Es gebe jedoch keine Pläne für eine unmittelbare Bodenoffensive im Nachbarland, sagt ein Armeesprecher. Die Präsenz israelischer Truppen im Libanon sei nicht ausgeweitet worden. Zuvor hatte ein anderer Militärsprecher erklärt, nach den Raketenangriffen der Hisbollah lägen alle Optionen auf dem Tisch.
09.55 Uhr - Frankreichs Außenminister Jean-Noel Barrot kritisiert die Angriffe der USA und Israels auf den Iran. Der Einsatz von Gewalt erlange nur durch den UN-Sicherheitsrat die nötige Legitimität, sagt Barrot nach einem Treffen in Paris. Das Vorgehen hätte in den entsprechenden Gremien debattiert werden müssen.
09.35 Uhr - Im Iran sind nach Angaben des Roten Halbmonds seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe 555 Menschen getötet worden. Das berichten staatliche Medien in der Islamischen Republik.
09.22 Uhr - Israels Verteidigungsminister Israel Katz bezeichnet Hisbollah-Chef Naim Kassem als "Ziel für eine Eliminierung". Die mit dem Iran verbündete Miliz im Libanon hat zuvor Israel beschossen. Der Angriff war eine Vergeltung für die Tötung des iranischen geistlichen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei. Ein Sprecher des israelischen Militärs erklärt auf die Frage, ob eine Invasion des Libanon mit Bodentruppen geplant sei: "Alle Optionen liegen auf dem Tisch."
09.12 Uhr - In der großen Raffinerie Ras Tanura ist nach Angaben des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums ein "begrenztes" Feuer ausgebrochen. Grund seien Trümmer abgeschossener Drohnen, sagt ein Sprecher dem Sender Al-Arabija. Zwei Drohnen seien abgefangen worden, niemand sei verletzt worden.
08.49 Uhr - Der saudi-arabische Ölriese Aramco2222.SE fährt einem Insider zufolge seine Raffinerie Ras Tanura nach einem Drohnenangriff herunter. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, die Lage sei unter Kontrolle, sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Die Anlage an der Golfküste zählt mit einer Kapazität von 550.000 Fässern pro Tag zu den größten im Nahen Osten.
08.30 Uhr - In Teheran ist nach Angaben des Außenministeriums in Peking ein Chinese ums Leben gekommen. Mehr als 3000 Chinesen seien bereits aus dem Iran herausgeholt worden, teilt das Ministerium weiter mit. Alle Chinesen im Iran werden erneut aufgefordert, das Land so schnell wie möglich zu verlassen.
08.26 Uhr - Großbritannien bereitet sich auf die Evakuierung seiner Bürger aus den arabischen Staaten am Persischen Golf vor. Schätzungsweise 300.000 Briten seien in der Region, sagt Außenministerin Yvette Cooper dem Sender Sky News. Die Regierung arbeite an verschiedenen Optionen. Es gehe um Zusammenarbeit mit der Reisebranche und vom Staat organisierte Evakuierungen. Zudem seien Eingreiftruppen in die Region entsandt worden.
08.12 Uhr - China zeigt sich besorgt über die Gefahr einer Ausweitung der Kämpfe auf die gesamte Region und ruft alle Parteien zum sofortigen Stopp der Angriffe auf. Die Volksrepublik stehe bereit, zusammen mit der internationalen Gemeinschaft zur Verhandlungslösung des Konflikts beizutragen, teilt das Außenministerium in Peking mit. Es bekräftigt seine Haltung, die israelischen und amerikanischen Angriffe auf den Iran seien eine Verletzung des internationalen Rechts.
07.50 Uhr - EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sichert den Mitgliedstaaten nach dem Drohnenangriff auf einen britischen Luftwaffenstützpunkt auf Zypern Unterstützung zu. Auch wenn die Republik Zypern nicht das Ziel gewesen sei, stehe die EU angesichts jeder Bedrohung "gemeinsam, fest und unmissverständlich" an der Seite ihrer Mitglieder, schreibt von der Leyen auf X, nachdem sie mit dem zypriotischen Präsidenten telefoniert hat.
06.40 Uhr - Zypern wird sich Präsident Nikos Christodoulides zufolge nicht an Militäreinsätzen beteiligen. "Ich möchte klarstellen: Unser Land beteiligt sich in keiner Weise an militärischen Operationen und hat auch nicht die Absicht, sich daran zu beteiligen", erklärt Christodoulides in einer Stellungnahme. Die britische Luftwaffenbasis Akrotiri auf Zypern sei in der Nacht von einer unbemannten Shahed-Drohne getroffen worden, teilt der Präsident mit. Er stehe in ständigem Kontakt mit europäischen Staats- und Regierungschefs und anderen über die Entwicklungen.
05.40 Uhr - Der iranische Sicherheitschef Ali Laridschani schließt Verhandlungen mit den USA aus. Teheran werde nicht mit Washington verhandeln, erklärte Laridschani am Montag auf der Plattform X. Er reagierte damit auf einen Bericht, wonach der Iran versuche, die Verhandlungen wiederzubeleben.
05.35 Uhr - Der US-Regierung haben Insidern zufolge vor den Angriffen auf den Iran keine Hinweise auf einen bevorstehenden Erstschlag Teherans vorgelegen. Dies räumten laut Insidern Vertreter der Regierung von US-Präsident Donald Trump demnach bei einer Unterrichtung von Kongressmitarbeitern ein. Zuvor hatten Regierungsvertreter die Angriffe damit begründet, dass man einem iranischen Angriff zuvorkommen wolle.
04.50 Uhr - In Kuwait sind Augenzeugenberichten zufolge den dritten Tag in Folge laute Explosionen und Sirenen zu hören. Der Iran hatte nach amerikanisch-israelischen Angriffen auf die Islamische Republik auch Vergeltungsschläge gegen benachbarte Golfstaaten gestartet.
04.05 Uhr - Der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern ist einem Medienbericht zufolge von einer mutmaßlichen Drohne getroffen worden. Dies berichtet der Sender Sky News unter Berufung auf das britische Verteidigungsministerium. Bei dem Vorfall auf dem Stützpunkt in der Nähe von Limassol hat es laut dem Bericht keine Verletzten gegeben.
03.30 Uhr - Das israelische Militär ordnet die Evakuierung von mindestens 50 Städten im Libanon an. Die Bewohner sollen sich einen Kilometer von den Ortschaften entfernen, teilt ein Militärsprecher mit.
02.25 Uhr - Australien schließt eine militärische Beteiligung am Konflikt mit dem Iran aus. Man habe sich nicht an den bisherigen Schlägen beteiligt und sehe auch künftig keine Beteiligung vor, sagte Außenministerin Penny Wong. Die Regierung bemühe sich um die Evakuierung von rund 115.000 Australiern aus der Region. Dies gestalte sich wegen der Luftraumsperrungen jedoch schwierig, erklärte Wong. Der australische Verteidigungsminister Richard Marles erklärte, die Regierung habe bereits Maßnahmen für die Sicherheit von etwa 100 australischen Soldatinnen und Soldaten ergriffen. Diese sind auf dem Luftwaffenstützpunkt Al Minhad in der Nähe von Dubai stationiert, der zur Unterstützung von UN-Missionen genutzt wird.
02.10 Uhr - Das israelische Militär greift nach eigenen Angaben Ziele der Hisbollah im gesamten Libanon an. Zuvor hatte die radikal-islamische Miliz Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert, was dem israelischen Militär zufolge einen Raketenalarm im Norden Israels auslöste. Die Hisbollah bezeichnete den Angriff als Vergeltung für die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei. Die pro-iranische Hisbollah hatte sich nach der Tötung Chameneis zunächst solidarisch mit dem Iran erklärt, eine direkte Beteiligung an den Kämpfen jedoch zunächst offengelassen.
01.58 Uhr - Die USA verurteilen gemeinsam mit Saudi-Arabien und weiteren arabischen Staaten die Raketen- und Drohnenangriffe des Irans. Die Handlungen Teherans stellten eine "gefährliche Eskalation" dar und gefährdeten Zivilisten, heißt es in einer am Sonntag (Ortszeit) veröffentlichten gemeinsamen Erklärung mit Bahrain, Jordanien, Kuwait, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Länder bekräftigen zudem ihr Recht auf Selbstverteidigung.
00.45 Uhr - Russland beginnt mit der Evakuierung seiner Staatsbürger aus dem Iran. Rund 500 Russen würden über Aserbaidschan aus dem Land gebracht, teilt die russische Botschaft in Baku am Sonntag (Ortszeit) mit. Das russische Außenministerium hatte seinen Staatsbürgern nach den Militärschlägen der USA und Israels empfohlen, sichere Regionen im Iran und in Israel aufzusuchen oder die Länder zu verlassen. Aus aserbaidschanischen Regierungskreisen verlautete zudem, binnen 38 Stunden seien bereits 192 Menschen aus dem Iran nach Aserbaidschan gebracht worden, darunter 82 aserbaidschanische Staatsbürger.
00.35 Uhr - Die US-Regierung informiert den Kongress über ihre Militärschläge gegen den Iran. Am Sonntag seien zunächst Mitarbeiter von Sicherheitsausschüssen im US-Senat und Repräsentantenhaus über den Angriff unterrichtet worden, teilt Dylan Johnson, ein Sprecher des Weißen Hauses, mit. Für Dienstag sei eine umfassende Unterrichtung aller Abgeordneten und Senatoren durch Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth geplant.
00.22 Uhr - Im Norden Israels heulen nach Angaben des Militärs die Sirenen. Den israelischen Streitkräften zufolge wurden Geschosse aus dem Libanon registriert und damit der Alarm ausgelöst.