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Russland greift Energie- und Bahnnetz in Ukraine an - Dutzende Verletzte

ReutersFeb 26, 2026 11:46 AM

- Bei massiven russischen Luftangriffen auf die ukrainische Energie- und Bahninfrastruktur sind in der Nacht zum Donnerstag Dutzende Menschen verletzt worden. Wie die Behörden mitteilten, gerieten durch den Beschuss auch Wohngebäude in Brand. Präsident Wolodymyr Selenskyj bezifferte die Zahl der Geschosse auf 420 Drohnen und 39 Raketen, darunter elf ballistische.

"Russland hat heute Nacht wieder Krieg gegen die kritische Infrastruktur und gewöhnliche Wohngebäude geführt", schrieb Selenskyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Der ukrainischen Luftwaffe zufolge gelang es der Flugabwehr zwar, 374 Drohnen und 32 Raketen abzufangen. Dennoch hätten fünf russische ballistische Raketen und 46 Drohnen ihr Ziel erreicht und insgesamt 32 Standorte getroffen. Selenskyj zufolge wurden Schäden aus acht Regionen gemeldet. Dabei seien mindestens 26 Menschen verletzt worden, darunter auch Kinder.

Schwerpunkte der Angriffe waren Gasanlagen in der Region Poltawa sowie Umspannwerke in den Gebieten Kiew und Dnipro. Zudem wurde die Bahninfrastruktur in den frontnahen Regionen Donezk, Charkiw und Saporischschja beschossen. Besonders betroffen war die Region Charkiw, wo Gouverneur Oleh Synjehubow zufolge mindestens 14 Menschen verletzt wurden, darunter ein siebenjähriges Kind. Die Stadt selbst sei mit zwei Raketen und 17 Drohnen attackiert worden.

In Saporischschja meldete Gouverneur Iwan Fedorow mindestens zehn Verletzte und Schäden an 19 Wohngebäuden. Er veröffentlichte Bilder von zerstörten Geschäften und Wohnhäusern. Auch aus der Stadt Krywyj Rih wurden zwei Verletzte sowie Schäden an einem Kindergarten und Verwaltungsgebäuden gemeldet. In der Hauptstadt Kiew beschädigten herabstürzende Trümmerteile abgefangener Geschosse mehrere Gebäude in drei Stadtbezirken.

Russland hat in den vergangenen Monaten seine Angriffe auf den ukrainischen Energiesektor verstärkt, was immer wieder zu großflächigen Stromausfällen führt. "Die Kälte hat noch nicht ganz nachgelassen, und Flugabwehrraketen werden jeden einzelnen Tag benötigt", mahnte Selenskyj angesichts der anhaltenden Versuche Russlands, das Energiesystem zu zerstören.

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