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Datenzentren-Boom beschert Schneider Electric Rekordgewinn und -kurs

ReutersFeb 26, 2026 11:34 AM

- Der französische Industriekonzern Schneider ElectricSCHN.PA hat dank einer starken Nachfrage von Rechenzentren 2025 einen überraschend hohen Gewinn erzielt. Die Aktie des in Paris notierten Unternehmens stieg nach der Veröffentlichung der Zahlen am Donnerstag um fast vier Prozent auf ein Rekordhoch von 275 Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) erreichte im vergangenen Jahr 7,52 Milliarden Euro und übertraf damit die von Analysten im Schnitt erwarteten 7,48 Milliarden. Zudem kündigte der Konzern einen Wechsel an der Spitze seiner Finanzabteilung an. Finanzchefin Hilary Maxson werde das Unternehmen zum 5. April verlassen und durch Nathan Fast ersetzt, teilte Schneider Electric mit.

Schneider Electric, einst vor allem für Industriekomponenten wie Sicherungen und Schutzschalter bekannt, liefert inzwischen die komplette Infrastruktur für Rechenzentren. Dazu gehören Kühleinheiten, Server-Racks und die Stromverteilung. Das Geschäft mit Rechenzentren und Netzwerken macht inzwischen rund 30 Prozent des gesamten Auftragseingangs aus. Im reinen Rechenzentrums-Segment verzeichnete der Konzern ein Wachstum im dreistelligen Prozentbereich. Während die USA das Wachstum bei Rechenzentren vorantreiben, ziehe die Nachfrage auch in nordeuropäischen Ländern und Frankreich an, sagte die scheidende Finanzchefin Maxson.

Für das laufende Jahr stellte Schneider ein organisches Umsatzwachstum zwischen sieben und zehn Prozent in Aussicht. Die bereinigte Ebita-Marge soll um 50 bis 80 Basispunkte zulegen. Analysten bezeichneten die Prognose als konservativ. Die Bank JP Morgan nannte sie "angemessen schlagbar". Er könne verstehen, dass der Konzern nach dem abrupten Wechsel des Finanzvorstands und angesichts von Risiken wie Zöllen und Preisen eine Basis schaffen wolle, auf die er sich verlassen könne, kommentierte UBS-Analyst Andre Kukhnin. Als Belastung könnten sich Währungseffekte erweisen. Der Konzern, der mehr als ein Drittel seines Umsatzes in Nordamerika erzielt, rechnet für 2026 mit einem negativen Währungseffekt zwischen 850 und 950 Millionen Euro. Zudem dürften sich die Kosten durch Importzölle, etwa in den USA, auf "etwas weniger als das Doppelte" der für 2025 gemeldeten 160 Millionen Euro belaufen, schätzte Maxson.

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