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Deka Investment gegen raschen Verkauf von Siemens Gamesa

ReutersFeb 26, 2026 9:00 AM

- Die Fondsgesellschaft Deka Investment hat sich anlässlich der Hauptversammlung des Energietechnikkonzerns Siemens EnergyENR1n.DE gegen einen raschen Verkauf der verlustreichen Windsparte Siemens Gamesa ausgespochen. "Um es klar sagen: Ein Verkauf von Gamesa zum jetzigen Zeitpunkt käme einem Verkauf unter Wert gleich", sagte der Leiter Nachhaltigkeit und Corporate Governance bei Deka Investment, Ingo Speich, laut Redetext auf dem Aktionärstreffen am Donnerstag in Berlin. "Verschleudern Sie Gamesa nicht!" Gamesa habe gute Fortschritte erzielt und die Gewinnschwelle im Blick. Mittelfristig stelle sich aber schon die Frage, ob die von Gamesa angepeilten Margen von drei bis fünf Prozent für den Konzern nicht viel zu gering seien. Andere Geschäftsbereiche erzielten 18 bis 20 Prozent.

Der aktivistische Investor Ananym hatte im Dezember mitgeteilt, sich an Siemens Energy beteiligt zu haben, und forderte eine Überprüfung der Windsparte. Ananym zufolge könnte diese künftig zehn Milliarden Dollar wert sein und eine Abspaltung den Anlegern eine um 60 Prozent höhere Rendite bringen. Siemens-Energy-Chef Christian Bruch hatte sich ebenfalls gegen eine Abspaltung von Gamesa zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen. Zuerst müsse die Sparte stabilisiert und profitabel gemacht werden.

Ananym legte am Donnerstag nach. Der Investor habe kürzlich sehr konstruktive direkte Gespräche mit der Führung von Siemens Energy gehabt, hieß es in einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Statement. Man sei sich in der Einschätzung zu Siemens Gamesa weitgehend einig, ebenso wie die meisten Aktionäre, mit denen Ananym gesprochen habe. Aufgrund der enormen Fortschritte, die Siemens Gamesa gemacht habe, sei davon auszugehen, dass das Unternehmen bald profitabel sein und auf eigenen Füßen stehen werde. Selbst in diesem Fall sei es jedoch unwahrscheinlich, dass Gamesa die von Siemens Energy gesetzten Profitabilitätsanforderungen erreichen werde. Folglich dürfte die Beibehaltung des Windgeschäfts auch nach dessen Stabilisierung eine fortgesetzte Belastung für die Gesamtbewertung des Unternehmens darstellen.

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