25. Feb (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine, der mit der großangelegten russischen Invasion am 24. Februar 2022 begann. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
20.36 Uhr - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt nach einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump, sein Land gehe davon aus, dass die nächste von den USA moderierte Verhandlungsrunde mit Russland im März stattfinden werde. Dabei werde es auch darum gehen, die Gespräche auf die Ebene der Staatschefs anzuheben. Bislang haben nur Unterhändler über Wege zur Beendigung des Krieges gesprochen. Laut Selenskyj hat sich Trump mit diesen Abläufen einverstanden gezeigt.
19.16 Uhr - Russland setzt im Krieg gegen die Ukraine nach Angaben aus Kiew mehr als 1700 Afrikaner als Soldaten ein. Moskau versuche, Bürger afrikanischer Staaten unter falschen Vorwänden in den Krieg hineinzuziehen, sagt der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha. Sein ghanaischer Amtskollege Samuel Okudzeto Ablakwa ergänzt, viele Männer seien im Darknet mit falschen Versprechungen auf zivile Arbeitsplätze geködert worden. Sie hätten keinerlei militärische Ausbildung. Russland hat den Vorwurf der illegalen Rekrutierung bislang zurückgewiesen.
14.04 Uhr - Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban wirft der Ukraine vor, eine Störung des Energiesystems seines Landes zu planen. Zum Schutz kritischer Infrastruktur ordnet er den Einsatz von Soldaten an. Mit seinem Vorgehen eskaliert Orban einen Streit mit der Ukraine über einen Ausfall der Druschba-Ölpipeline, über die Ungarn und die Slowakei russisches Rohöl erhalten. "Ich sehe, dass die Ukraine weitere Aktionen vorbereitet, um den Betrieb des ungarischen Energiesystems zu stören", erklärt er auf Facebook. Orban, der im April wiedergewählt werden will, bekräftigt, der Ausfall der Pipeline habe "politische, nicht technische Gründe". Ungarn und die Slowakei machen die Regierung in Kiew für den Lieferstopp verantwortlich. Nach deren Angaben wurde der Ausfall aber durch einen russischen Drohnenangriff auf Anlagen in der Westukraine verursacht.
13.25 Uhr - Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf eine Chemiefabrik im Westen Russlands sind nach russischen Angaben sieben Menschen getötet und mindestens zehn verletzt worden. Die staatliche Ermittlungsbehörde bezeichnet den Angriff in der Oblast Smolensk als Terrorakt des ukrainischen Militärs. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt zunächst nicht vor. In dem seit vier Jahren andauernden Krieg verüben beide Seiten immer wieder Angriffe auf Energie-, Industrie- und Militäranlagen.
13.00 Uhr - In Großbritannien hat die erste ukrainische Fabrik zur Herstellung von Drohnen ihren Betrieb aufgenommen. In der Ukraine seien die Fabriken wegen des Krieges ständig von Zerstörung bedroht, daher sei die Aufnahme der Produktion in Großbritannien nur logisch, erklärt der ukrainische Botschafter Waleri Saluschnyj auf Telegram. Es handele sich aber nicht um eine Verlagerung der Produktion aus der Ukraine heraus, sondern "um eine Erweiterung unserer gemeinsamen Fähigkeiten und die Schaffung einer zweiten Verteidigungslinie, die die Kontinuität der Produktion gewährleistet".
12.44 Uhr - Bei Russlands Behauptungen, Kiew versuche, Atomwaffen zu beschaffen, handelt es sich dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge um einen Versuch, während der laufenden Friedensgespräche Druck auf die Ukraine auszuüben.
10.00 Uhr - Ukrainische Unterhändler treffen sich am Donnerstag mit US-Vertretern. Themen sind das sogenannte Wohlstandspaket und der Wiederaufbau seines Landes, teilt Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Zudem würden die Teams die Vorbereitungen für ein trilaterales Treffen unter Einbeziehung Russlands erörtern. Er hoffe, dass diese Verhandlungsrunde Anfang März stattfinden könne.
06.04 Uhr - Die US-Regierung ermahnt die Ukraine nach Angriffen auf den russischen Hafen Noworossijsk zur Rücksichtnahme auf amerikanische Wirtschaftsinteressen. Das US-Außenministerium fordert Kiew in einem offiziellen Schreiben auf, Angriffe zu unterlassen, die diese Interessen beeinträchtigen, teilt die ukrainische Botschafterin in Washington, Olha Stefanischyna, mit. Die Botschafterin betont jedoch, die Aufforderung sei keine generelle Anweisung, Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur zu stoppen. Hintergrund ist der Öl-Export aus Kasachstan, der zu einem Großteil über den Hafen von Noworossijsk läuft. Eine Stellungnahme des US-Außenministeriums liegt zunächst nicht vor.