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Öllecks und Triebwerksausfälle - Technikprobleme bei Air India

ReutersFeb 24, 2026 8:51 AM

- Die nach einem Absturz unter Behördenbeobachtung stehende Fluggesellschaft Air India kämpft mit zahlreichen technischen Pannen. Die indische Airline verzeichnete demnach 1,09 technische Zwischenfälle pro 1000 Flüge und damit viermal so viele wie im Dezember 2024, wie aus einem Bericht des Unternehmens an die Regierung in Neu-Delhi hervorging, welcher der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag vorlag. Bei mehr als 17.500 Flügen im Januar kam es zu 23 technischen Zwischenfällen, die fast alle formell untersucht werden. Dazu gehörten Warnungen vor einem Strömungsabriss am Triebwerk, Probleme mit der Flugsteuerung oder Hydraulik sowie Öl- und Treibstofflecks. Weder Air India noch das indische Ministerium für Zivilluftfahrt reagierten auf Anfragen zur Stellungnahme.

Die zweitgrößte Fluggesellschaft des Landes ist seit einem Absturz mit 260 Toten im vergangenen Jahr im Visier der Sicherheitsbehörde. Im Dezember räumte das Unternehmen einen "dringenden Verbesserungsbedarf bei Prozessdisziplin, Kommunikation und Compliance-Kultur" ein. Air India, die zur Tata-Gruppe und Singapore AirlinesSIAL.SI gehört, kämpft um den Wiederaufbau ihres Rufs und ihres internationalen Streckennetzes. Zudem will die Kooperationspartnerin der LufthansaLHAG.DE ihre alternde Flotte ersetzen.

Das indische Ministerium für Zivilluftfahrt teilte kürzlich mit, dass 82,5 Prozent der seit Januar 2025 untersuchten 166 Air-India-Flugzeuge wiederkehrende technische Mängel aufwiesen. Bei der marktführenden Fluggesellschaft IndiGoINGL.NS lag dieser Wert bei 36,5 Prozent. Dem Dokument zufolge arbeitet Air India daran, die technischen Probleme der insgesamt 191 Flugzeuge umfassenden Flotte zu beheben. So wurden regelmäßige Inspektionen für die AirbusAIR.PA A320-Flotte eingeführt und alle Hydraulikschläuche der Steuerungsanlage bei den BoeingBA.N 777-Maschinen ausgetauscht. Air India ergreife "gezielte technische Maßnahmen", um "die Zuverlässigkeit der Flugzeuge zu stärken und die Unfallrate zu senken", heißt es in dem Dokument.

Die Pannen bei der stark expandierenden Airline, die mehr als 500 Flugzeuge bestellt hat, beschäftigen auch ausländische Aufsichtsbehörden. Die britische Luftfahrtbehörde forderte von Air India eine Erklärung, warum ein Boeing Dreamliner von London aus startete, obwohl er bei der Ankunft in Indien wegen Sicherheitsbedenken am Boden bleiben musste.

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