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Schweizer Spitzenbeamtin: Schweiz muss sich wohl mit US-Zöllen abfinden

ReutersFeb 22, 2026 12:06 PM

- Die Schweiz muss sich nach Einschätzung der Staatssekretärin für Wirtschaft auf dauerhafte US-Zölle einstellen. Trotz eines Urteils des Obersten Gerichtshofs der USA gehe sie davon aus, dass die Abgaben bestehen blieben, sagte Helene Budliger Artieda der Zeitung "SonntagsBlick". "Ich vermute, wir müssen uns mit den US-Zöllen abfinden", so die Chefin des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco). Die US-Regierung habe öffentlich kommuniziert, dass es Alternativen gebe, um die Zölle durchzusetzen, etwa Bestimmungen zur nationalen Sicherheit oder zu unfairen Handelspraktiken.

Die Schweizer Behörden seien dabei, die Auswirkungen des von US-Präsident Donald Trump am Samstag angeordneten Global-Zolls von 15 Prozent abzuklären. Die Zollbelastung dürfte insgesamt in einem vergleichbaren Rahmen bleiben, erklärte Budliger Artieda weiter. "Es ist klar, dass die US-Administration an ihren handelspolitischen Zielen festhält: Abbau des US-Handelsdefizits, mehr Gegenseitigkeit im internationalen Handel und Rückverlagerung von Produktion in die USA."

Bern und Washington hatten sich im November auf ein Rahmenabkommen verständigt, um einen drohenden Handelskrieg abzuwenden. Die USA senkten dabei die Zölle auf Einfuhren aus der Schweiz von 39 auf 15 Prozent. Im Gegenzug sagten Schweizer Unternehmen Investitionen in den USA im Volumen von 200 Milliarden Dollar bis Ende 2028 zu. Das Abkommen sollte die Schweiz mit der EU gleichstellen, für die ebenfalls ein Zollsatz von 15 Prozent gilt. Gegenwärtig laufen die Verhandlungen, um das Handelsabkommen abzuschließen.

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