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Iranischer Insider: Differenzen mit USA über Sanktionserleichterungen

ReutersFeb 22, 2026 9:36 AM

- Im Atomstreit mit dem Iran gehen die Meinungen der USA und der Führung in Teheran laut einem iranischen Insider in der Debatte über Sanktionserleichterungen auseinander. Strittig sei, in welchem Umfang und mit welchem Mechanismus Strafmaßnahmen reduziert werden könnten, sagte ein hochrangiger Vertreter des Iran am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Sanktionserleichterungen sind als Gegenleistung für Einschränkungen beim iranischen Atomprogramm im Gespräch. Der Insider sagte weiter, neue Unterredungen seien für Anfang März geplant. "Die Verhandlungen gehen weiter und die Möglichkeit, ein Interimsabkommen zu erreichen, besteht."

Demnach könnte der Iran eine Kombination aus verschiedenen Elementen ernsthaft in Erwägung ziehen: den Export eines Teils seiner hochangereicherten Uranbestände, eine Verringerung des Anreicherungsgrades sowie ein regionales Konsortium zur Urananreicherung. Im Gegenzug müsse jedoch das Recht des Iran auf "friedliche nukleare Anreicherung" anerkannt werden. Die Islamische Republik werde die Kontrolle über ihre Öl- und Mineralienvorkommen nicht abgeben, betonte der Insider. US-Unternehmen könnten sich jedoch jederzeit als Auftragnehmer an iranischen Öl- und Gasfeldern beteiligen.

Nach den jüngsten Atomgesprächen mit den USA hatte der iranische Außenminister Abbas Araghchi am Freitag angekündigt, dass er innerhalb von Tagen einen Gegenentwurf für weitere diplomatische Gespräche vorlegen wolle. US-Präsident Donald Trump erhöhte unterdessen den Druck und sagte seinerseits am Freitag, er erwäge begrenzte Militärschläge gegen den Iran.

Trump hatte dem Iran am Donnerstag eine Frist von zehn bis 15 Tagen gesetzt. Sollte bis dahin keine Einigung stehen, würden "wirklich schlimme Dinge passieren", so der US-Präsident. Die USA haben ihre militärische Präsenz im Nahen Osten zuletzt deutlich verstärkt. Die militärischen Planungen in Washington sind Insidern zufolge bereits weit fortgeschritten. Zwei US-Regierungsvertreter sagten der Nachrichtenagentur Reuters, die Optionen reichten von gezielten Tötungen einzelner Personen bis hin zu einem erzwungenen Regimewechsel in Teheran, sollte Trump den Befehl dazu geben.

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