Kopenhagen/Berlin, 20. Feb (Reuters) - Angesichts eines befürchteten Angriffs der USA auf den Iran setzen europäische Staaten Sicherheitsvorkehrungen für ihr militärisches Personal im Nahen Osten in Gang. Nach Deutschland verlegte am Freitag auch Norwegen einige seiner rund 60 Soldaten in der Region zurück in die Heimat. Dies sei der Sicherheitslage geschuldet, teilte ein Sprecher der norwegischen Streitkräfte am Freitag mit.
Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin erläuterte, dass die Bundeswehr ihr Personal in Erbil im Irak weiter reduziert habe. Der Einsatzauftrag sei in den vergangenen Wochen in Absprache mit den Partnern schon kontinuierlich heruntergefahren worden. Es halte sich aktuell nur noch das "absolut notwendige Personal" vor Ort auf, der Rest sei über Jordanien nach Deutschland gebracht worden.
Ein Sprecher des Auswärtigen Amts forderte deutsche Staatsbürger "ausdrücklich" zur Ausreise aus dem Iran auf. Es bestünden nach wie vor kommerzielle Flüge aus dem Land heraus, auch die Ausreise auf dem Landweg sei möglich. Laut Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts (Elefand) befinde sich derzeit noch eine mittlere dreistellige Zahl Deutscher im Iran. Die deutsche Botschaft in Teheran sei nicht vollumfänglich besetzt und könne daher nur begrenzte konsularische Hilfe bieten. Das Auswärtige Amt beobachte die Lage vor Ort "sehr genau".