Paris, 20. Feb (Reuters) - Der französische Lebensmittelkonzern DanoneDANO.PA setzt 2026 auf Wachstum, obwohl Rückrufe von Babynahrung zu Jahresanfang das Geschäft belastet hatten. "Wir gehen mit Zuversicht in das neue Jahr, im Einklang mit unseren mittelfristigen Zielen", sagte Konzernchef Antoine de Saint-Affrique am Freitag. Die Auswirkungen der Rückrufe von Säuglingsnahrung wegen einer möglichen Verunreinigung mit dem Giftstoff Cereulid seien bislang "nicht wesentlich". Die genaue Abschätzung der wirtschaftlichen Folgen werde jedoch erst nach Abschluss der Rückrufaktionen vorliegen, teilte das Unternehmen weiter mit.
Der bereinigte Umsatz der Franzosen stieg 2025 um 4,5 Prozent auf 27,28 Milliarden Euro und übertraf damit die Analystenerwartungen von 4,4 Prozent. Gestützt wurde das Wachstum von einer anhaltenden Nachfrage unter anderem nach Babynahrung in China. Dies glich eine Schwäche bei Kaffeeweißern im umkämpften US-Markt weitgehend aus. Die operative Marge verbesserte sich dank Kostensenkungen auf 13,4 Prozent. Aufgrund des starken Barmittelzuflusses von 2,8 Milliarden Euro will Danone die Dividende um 4,7 Prozent auf 2,25 Euro je Aktie anheben. Für 2026 peilt der Konzern ein Umsatzwachstum zwischen drei und fünf Prozent an.
Investoren sorgen sich wegen der Rückrufe von Babynahrung vor allem um einen möglichen Imageschaden im wichtigen chinesischen Markt. Zwar scheinen die Aktionen bislang auf Europa beschränkt zu sein. Nach Ansicht der Analysten des Bankhauses Jefferies ist Danone jedoch besonders anfällig, da der Konzern etwa 17 Prozent seiner Gewinne mit Säuglingsnahrung in China erwirtschaftet. Beim ebenfalls von Rückrufen betroffenen Konkurrenten NestleNESN.S liege dieser Anteil bei unter zwei Prozent. Das Toxin Cereulide, das Übelkeit und Erbrechen verursachen kann, war in Zutaten aus einer chinesischen Fabrik nachgewiesen worden. Das Werk beliefert zahlreiche Hersteller von Säuglingsnahrung, darunter auch Danone und Lactalis. Die Funde haben in Dutzenden von Ländern zu Rückrufen geführt.