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Telegram-App: Keine Lücken in der Verschlüsselung

ReutersFeb 19, 2026 7:00 AM

- Dem Messengerdienst Telegram zufolge ist die Verschlüsselung der App intakt. Damit widersprach das Unternehmen am Donnerstag der russischen Regierung. Die Nachrichtenagentur Interfax hatte Digitalminister Maksud Schadajew mit dem Vorwurf zitiert, ausländische Geheimdienste könnten die Kommunikation russischer Soldaten ausspionieren. Telegram zählt zu den beliebtesten Apps in Russland und wird auch von den in der Ukraine kämpfenden Truppen intensiv genutzt. "Die Behauptung der russischen Regierung, unsere Verschlüsselung sei kompromittiert worden, ist frei erfunden", teilte der Messengerdienst auf Anfrage mit. Sie solle ein Verbot von Telegram rechtfertigen und die Bürger zwingen, eine staatlich kontrollierte Plattform zu nutzen.

Russland wirft Telegram vor, verbotene Inhalte nicht zu löschen. Schadajew zufolge soll der Zugang zu der Plattform für russische Truppen dennoch vorerst nicht blockiert werden. Diese bräuchten Zeit, um auf andere Kommunikationsmittel umzusteigen. Details nannte er nicht. Der Medienaufsicht Roskomnadzor zufolge wird die Verbindungsgeschwindigkeit zu Telegram gedrosselt, da der Dienst gegen russische Gesetze verstoße. Der Messengerdienst gehört einem aus Russland stammenden Unternehmer und hat seinen Sitz in Dubai.

Die russische Regierung hatte in der vergangenen Woche bestätigt, dass WhatsApp vollständig blockiert wurde. Der zum US-Konzern MetaMETA.O gehörende Kurznachrichtendienst habe die dortigen Gesetze missachtet. Stattdessen empfahl die Regierung den staatlich geförderten Messenger "MAX". Kritiker bezeichnen diesen als Überwachungsinstrument - ein Vorwurf, den die russischen Behörden zurückweisen.

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