
Moskau, 17. Feb (Reuters) - Ein russisches Gericht hat nach staatlichen Angaben einen US-Bürger zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Der Mann habe versucht, Schäfte von Kalaschnikow-Sturmgewehren aus Russland auszuführen, berichtete die Nachrichtenagentur RIA am Dienstag. Bei dem US-Bürger handele es sich um einen Sammler von Kalaschnikow-Waffen. Er habe zwei Schäfte gekauft und den Koffer, in dem sie sich befunden hätten, am Moskauer Flughafen Wnukowo aufgegeben. Eine Zollanmeldung habe er jedoch nicht vorgenommen. Das Gericht befand den Mann, dessen Name nicht genannt wurde, des Waffenschmuggels für schuldig. Er habe seine Schuld teilweise eingestanden, meldete RIA weiter.
Das US-Außenministerium hat von allen Reisen nach Russland abgeraten und seine Bürger wiederholt aufgefordert, das Land umgehend zu verlassen. Als Gründe werden unter anderem Terrorismus, Unruhen und die Gefahr willkürlicher Verhaftungen genannt. US-Bürger würden von offiziellen Stellen oft ohne Grund befragt und bedroht, heißt es in den Reisehinweisen des Ministeriums. Die russischen Sicherheitsdienste hätten US-Bürger unter falschen Anschuldigungen verhaftet. Ihnen sei eine faire Behandlung verweigert worden und sie seien ohne belastbare Beweise verurteilt worden. Russische Regierungsvertreter weisen die Vorwürfe zurück. Sie erklären, der Staat setze lediglich russisches Recht um.