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Rubio: Westen darf sich bei China keinen Illusionen hingeben

ReutersFeb 14, 2026 9:33 AM

- US-Außenminister Marco Rubio hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz zu einem realistischen Umgang mit China aufgerufen und den Westen auf langanhaltende Spannungen eingestimmt. "Niemand gibt sich Illusionen hin", sagte Rubio am Samstag in der bayerischen Landeshauptstadt. Es gebe fundamentale Herausforderungen zwischen den USA, dem Westen und China, die auf absehbare Zeit bestehen blieben. Dennoch seien die USA bestrebt, Konflikte zu vermeiden.

"Wir sind es der Welt schuldig, dies so gut wie möglich zu managen und Konflikte zu vermeiden – sowohl wirtschaftliche als auch schlimmere", mahnte Rubio. Da die nationalen Interessen der beiden Großmächte oft nicht übereinstimmten, sei es wichtig, die Kommunikation aufrechtzuerhalten. Man müsse eine Beziehung zu China haben und könne in Bereichen zusammenarbeiten, in denen sich die Interessen deckten. Rubio betonte jedoch auch: "Wir erwarten, dass China in seinem nationalen Interesse handelt, so wie wir erwarten, dass jeder Nationalstaat in seinem eigenen Interesse handelt."

Zugleich forderte der US-Außenminister die Europäer auf, gemeinsam mit Washington die wirtschaftliche Abhängigkeit von dem systemischen Rivalen zu verringern. Es gelte, westliche Lieferketten für kritische Mineralien aufzubauen, die nicht anfällig für "Erpressung durch andere Mächte" seien. Zudem müsse der Westen gemeinsam um Marktanteile in den Volkswirtschaften des globalen Südens konkurrieren. Die Kontrolle über kritische Lieferketten an Rivalen abzugeben, sei ein Fehler der Vergangenheit gewesen, der korrigiert werden müsse.

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