
Jerusalem, 11. Feb (Reuters) - Eine umstrittene US-Sicherheitsfirma verhandelt mit der Regierung von Präsident Donald Trump über eine neue Rolle im Gazastreifen. Die Gespräche würden mit dem sogenannten "Board of Peace" geführt, teilte das Unternehmen UG Solutions am Mittwoch mit. Die Firma hatte in der Vergangenheit bewaffnete Veteranen zum Schutz von Hilfsgüter-Standorten in dem Küstengebiet eingesetzt. Dabei war sie in die Kritik der Vereinten Nationen geraten, nachdem an den von ihr bewachten Verteilstellen Hunderte Palästinenser getötet worden waren.
Bei Palästinensern stößt eine mögliche Rückkehr von UG Solutions auf scharfe Ablehnung. Die GHF (Gaza Humanitarian Foundation) und diejenigen, die hinter der Firma stünden, hätten palästinensisches Blut an den Händen, sagte Amjad al-Schawa vom Netzwerk palästinensischer Nichtregierungsorganisationen. "Sie sind nicht willkommen, nach Gaza zurückzukehren." Der Sprecher von UG Solutions erklärte hingegen zu den früheren Vorfällen, die bewaffneten Mitarbeiter hätten nur Hilfsstandorte und deren unmittelbare Umgebung gesichert. Sie hätten keine Kontrolle über die Handlungen des israelischen Militärs oder palästinensischer militanter Gruppen gehabt. Israels Militär hatte erklärt, seine Soldaten hätten geschossen, um auf Bedrohungen zu reagieren und Menschenmengen unter Kontrolle zu bringen.