
Seoul, 06. Feb (Reuters) - Südkorea hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Yonhap den US-Vorwurf einer absichtlichen Verzögerung von Investitionen zurückgewiesen. Außenminister Cho Hyun habe US-Außenminister Marco Rubio bei einem Treffen in dieser Woche gesagt, Seoul verzögere die Verabschiedung eines Sondergesetzes für US-Investitionen nicht absichtlich, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Freitag. Cho habe zudem die große Bereitschaft Südkoreas bekräftigt, die im Rahmen eines Handelsabkommens vom vergangenen Jahr zugesagten Investitionen in Höhe von 350 Milliarden Dollar in wichtigen US-Industrien zu tätigen. Rubio habe dem südkoreanischen Außenminister gesagt, die Stimmung in Washington bezüglich der südkoreanischen Verpflichtung zur Umsetzung des Abkommens sei "nicht gut", zitierte Yonhap den Minister weiter.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mit der Anhebung von Zöllen auf koreanische Waren gedroht und die Verzögerung bei der Verabschiedung des Abkommens durch Seoul kritisiert. Daraufhin kündigten südkoreanische Abgeordnete am Mittwoch an, die Gesetzgebung bis zum 9. März abzuschließen, um die Investitionen zu ermöglichen.