
05. Feb (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
11.10 Uhr - Russland hat den deutschen Botschafter in Moskau einbestellt und einen Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Moskau zur "persona non grata" erklärt. Dies sei eine Antwort auf die Entscheidung der Bundesregierung vom 22. Januar, einen Mitarbeiter der russischen Botschaft zur unerwünschten Person zu erklären, teilt das russische Außenministerium mit. Die Spionagevorwürfe gegen den russischen Diplomaten seien "unbegründet und fabriziert". Die Bundesregierung trage die volle Verantwortung für die neue Eskalation in den bilateralen Beziehungen.
09.33 Uhr - Dem russischen Verhandlungsführer Kirill Dmitriew zufolge gibt es bei den Gesprächen in Abu Dhabi Fortschritte. "Kriegstreiber" aus Europa und Großbritannien versuchten zwar ständig, sich in diesen Prozess einzumischen, sagt er zu Reportern vor der Fortsetzung der Gespräche. Je mehr solche Versuche unternommen würden, desto mehr würde sich jedoch zeigen, dass Fortschritte erzielt würden. "Es gibt positive Entwicklungen." Es werde aktiv an der Wiederherstellung der Beziehungen zu den Vereinigten Staaten gearbeitet, unter anderem im Rahmen einer amerikanisch-russischen Arbeitsgruppe zum Thema Wirtschaft, ergänzt er.
08.44 Uhr - Russland hat nach ukrainischen Angaben die Eisenbahninfrastruktur in der nördlichen Region Sumy angegriffen. Der stellvertretende Ministerpräsident Olexij Kuleba schreibt auf dem Kurznachrichtendienst Telegram, dass bei dem "massiven" Drohnenangriff auch die Energieversorgung der Bahn ins Visier genommen worden sei. "Der Feind versucht, den Zugverkehr zu stoppen", schreibt Kuleba weiter. Er bezeichnet den Angriff als Terrorakt gegen die ukrainische Logistik.
07.32 Uhr - Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind Behördenangaben zufolge zwei Menschen verletzt worden. Trümmerteile beschädigten Wohnhäuser und lösten auf dem Dach eines Bürogebäudes ein Feuer aus, teilt Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Auch ein Kindergarten und ein Einkaufszentrum seien beschädigt worden. In der umliegenden Region Kiew wurde dem dortigen Gouverneur zufolge ein weiterer Mann verletzt. Die ukrainische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben 156 der insgesamt 183 von Russland gestarteten Drohnen abgeschossen.