
04. Feb (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
16.10 Uhr - Die Botschafter der EU-Staaten haben die Einzelheiten für ein 90-Milliarden-Euro-Darlehen an die Ukraine gebilligt. Sie hätten sich bei einem Treffen hinter verschlossenen Türen in Brüssel geeinigt, sagen Diplomaten. Mit der Initiative, auf die sich die EU-Staats- und Regierungschefs bereits im Dezember verständigt hatten, soll der Großteil des Finanzbedarfs der Regierung in Kiew in den Jahren 2026 und 2027 gedeckt und die Verteidigung gegen die russische Invasion unterstützt werden. Zwei Drittel der Mittel sollen für Militärhilfe und ein Drittel für die allgemeine Haushaltsunterstützung verwendet werden. Die Vereinbarung muss noch vom Europäischen Parlament gebilligt werden.
13.11 Uhr - Bei russischen Angriffen auf die Stadt Druschkiwka in der ostukrainischen Region Donezk sind nach Angaben des Gouverneurs mindestens sieben Menschen getötet worden. Acht weitere seien verletzt worden, teilt Wadym Filaschkin auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die russischen Truppen hätten den Marktplatz der Stadt mit Streumunition beschossen und zwei Fliegerbomben abgeworfen.
13.05 Uhr - Das russische Militär hat nach eigenen Angaben die Kontrolle über zwei Orte in der Ostukraine erlangt. Demnach handle es sich um die Siedlungen Staroukrajinka und Stepaniwka, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau meldet.
13.00 Uhr - Der russische Präsident Wladimir Putin missbraucht nach Ansicht der EU-Kommission die laufenden Waffenstillstandsgespräche für Angriffe auf die zivile Infrastruktur in der Ukraine. "Putin kann diesen Krieg sofort beenden", sagt eine Sprecherin der Brüsseler Behörde. Er zeige jedoch keinerlei Anzeichen dafür. Stattdessen nutze er sogar die Diskussionen über eine Feuerpause, um weiter zivile Ziele anzugreifen und unschuldige Menschen zu töten.
12.18 Uhr - Die jüngste Runde der trilateralen Friedensgespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA konzentriert sich nach Angaben aus Kiew auf militärische Fragen. Man wolle von der russischen Delegation Rückmeldungen zu Themen hören, die in früheren Gesprächen erörtert worden seien, sagt der Sprecher des Außenministeriums, Heorhij Tychyj. Zudem wolle die Regierung in Kiew verstehen, wozu Moskau und Washington "wirklich bereit sind".
12.11 Uhr - Zwischen Russland und Frankreich laufen russischen Angaben zufolge Gespräche auf Arbeitsebene. Zu einem möglichen Telefonat zwischen Präsident Wladimir Putin und seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron gebe es derzeit jedoch nichts anzukündigen, teilt das Präsidialamt in Moskau mit. Macron hatte am Dienstag erklärt, er prüfe eine Wiederaufnahme des Kontakts mit Putin. Zwar sehe er wenig Bereitschaft in Moskau für Verhandlungen zu einem Waffenstillstand, es fänden aber Diskussionen auf technischer Ebene statt.
11.19 Uhr - Die Regierung in Moskau hält zu Beginn einer neuen Runde von Friedensgesprächen in Abu Dhabi an ihren Forderungen fest. Russische Truppen würden so lange weiter in der Ukraine kämpfen, bis die Regierung in Kiew Entscheidungen zur Beendigung des Krieges treffe, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Die russische Position sei unverändert. Die Ukraine lehnt die russische Forderung ab, auf die gesamte östliche Region Donezk zu verzichten. Dort hat die Ukraine eine ihrer stärksten Verteidigungslinien aufgebaut.
10.51 Uhr - Unterhändler aus der Ukraine sind einem Medienbericht zufolge zu den Friedensgesprächen in Abu Dhabi eingetroffen. Die ersten Begegnungen hätten bereits begonnen, meldet die Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Person.