
03. Feb (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
06.35 Uhr - Die Ukraine hat sich einem Medienbericht zufolge mit westlichen Partnern auf eine koordinierte militärische Reaktion für den Fall verständigt, dass Russland ein künftiges Waffenstillstandsabkommen dauerhaft verletzen sollte. Dies berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. Reuters kann den Bericht zunächst nicht bestätigen. Der Plan sei bei mehreren Gelegenheiten im Dezember und Januar zwischen ukrainischen, europäischen und US-Vertretern besprochen worden und sehe eine mehrstufige Reaktion vor. Demnach soll auf jeden russischen Bruch eines Waffenstillstands innerhalb von 24 Stunden reagiert werden, beginnend mit einer diplomatischen Warnung und notfalls einem Einsatz der ukrainischen Armee. Sollten die Kampfhandlungen andauern, kämen in einer zweiten Phase Kräfte einer "Koalition der Willigen" zum Einsatz, zu der viele EU-Mitglieder, Großbritannien, Norwegen, Island und die Türkei gehörten. Bei einem ausgeweiteten Angriff solle 72 Stunden nach dem ursprünglichen Bruch eine koordinierte Reaktion unter Einbeziehung des US-Militärs erfolgen.
02.57 Uhr - Russland greift in der Nacht mehrere ukrainische Städte an. In der zweitgrößten Stadt Charkiw werden nach Angaben des Gouverneurs mindestens zwei Menschen verletzt. Auch die Hauptstadt Kiew wird mit Raketen und Drohnen angegriffen. Dort werden den Behörden zufolge mehrere Wohnhäuser, eine Bildungseinrichtung und ein Geschäftsgebäude beschädigt. Bürgermeister Vitali Klitschko spricht von einem Brand in einem Kindergartengebäude. Auch aus Dnipro und Sumy werden Explosionen gemeldet. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.
01.10 Uhr - Russische Streitkräfte greifen die ukrainische Hauptstadt Kiew und andere Städte des Landes mit Raketen und Drohnen an. In Kiew werden nach Angaben der Militärverwaltung mehrere Wohnhäuser, eine Bildungseinrichtung und ein Geschäftsgebäude beschädigt. Bürgermeister Vitali Klitschko entsendet Rettungskräfte in die betroffenen Stadtteile. Auch die Großstadt Charkiw im Nordosten steht unter Beschuss, wie Bürgermeister Ihor Terechow mitteilt. In der Region Saporischschja ist die Flugabwehr im Einsatz. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.