
Stockholm, 30. Jan (Reuters) - Der schwedische Haushaltsgerätehersteller ElectroluxELUXb.ST hat im vierten Quartal dank seines Sparkurses deutlich mehr verdient als erwartet. Allerdings dürften die höheren Zölle vor allem in Nordamerika die Nachfrage belasten, teilte der Konkurrent von Midea000333.SZ und WhirlpoolWHR.N am Freitag mit. "Die geowirtschaftliche Unsicherheit in Nordamerika dürfte anhalten", sagte Konzernchef Yannick Fierling. Unter der aktuellen Zollstruktur müssten sich die Marktpreise anpassen, um die damit verbundenen Kosten widerzuspiegeln. Dies könne die Nachfrage und das Marktwachstum beeinträchtigen.
Trotz der trüben Aussichten lief das abgelaufene Quartal besser als gedacht. Der Betriebsgewinn kletterte auf 1,52 Milliarden schwedische Kronen (rund 134 Millionen Euro) von 1,05 Milliarden vor Jahresfrist. Analysten hatten im Schnitt mit 1,18 Milliarden Kronen gerechnet. Der organische Umsatz legte um zwei Prozent zu. Um den Schuldenberg abzubauen, schlug das Management, wie am Markt erwartet, vor, für das Jahr 2025 keine Dividende zu zahlen. Für 2026 rechnet der Konzern damit, dass externe Faktoren – vor allem Zölle – das Ergebnis erheblich belasten werden. Electrolux hatte in den vergangenen Jahren einen strikten Umbau vorangetrieben, Kosten gesenkt und setzt verstärkt auf Premium-Produkte, um sich gegen billigere Konkurrenz zu behaupten.