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Nach tödlichen Schüssen - Deeskalation im Streit über US-Abschiebe-Einsatz

ReutersJan 27, 2026 3:16 AM

- Im Streit über eine von US-Präsident Donald Trump angeordnete Abschiebeoffensive in Minneapolis gibt es Zeichen der Entspannung. Nach einem Telefonat am Montag schlugen sowohl Trump als auch der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, versöhnliche Töne an. Zuvor war es zu heftigen Protesten gekommen, nachdem bei dem Einsatz von Bundesbeamten zwei US-Bürger bei zwei verschiedenen Vorfällen getötet worden waren.

Trump und der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, hätten ebenfalls miteinander gesprochen, hieß es. Frey erklärte, Trump habe zugestimmt, dass die gegenwärtige Situation nicht andauern könne. Einige Bundesbeamte würden die Stadt bereits am Dienstag verlassen. Das Büro des demokratischen Gouverneurs Walz sprach von einem produktiven Gespräch. Trump habe darin zugesagt, eine Reduzierung der Bundesbeamten zu prüfen und eine staatliche Untersuchung des jüngsten Todesfalls zu ermöglichen.

Als weiteres Zeichen der Deeskalation gilt die Ablösung des umstrittenen Leiters der Grenzschutzbeamten, Gregory Bovino. Mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen bestätigten, dass Bovino von seinem Posten abgezogen werde. Eine Sprecherin des Heimatschutzministeriums (DHS) wies die Berichte jedoch auf der Plattform X zurück. Trumps Sonderbeauftragter für die Grenze, Tom Homan, solle den Einsatz in Minnesota nun leiten.

Auslöser für die plötzliche diplomatische Annäherung war der Tod eines 37-jährigen Krankenpflegers. Er war vor zwei Tagen bei einer Konfrontation zwischen Bundesbeamten und Demonstranten erschossen worden. Er ist bereits der zweite US-Bürger, der seit der Entsendung von 3000 Bundesbeamten vor einigen Wochen getötet wurde. Die Beamten seien nach Meinung von 58 Prozent der Befragten bei ihrem Vorgehen zu weit gegangen, wie aus einer neuen Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos hervorgeht.

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