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Luftabwehr für die Ukraine - Pistorius fordert mehr von den Partnern

ReutersJan 26, 2026 6:11 PM

- Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius sieht nur noch wenig Spielraum für Deutschland zur Unterstützung der Ukraine bei der Luftabwehr. Nach einem Treffen mit seinem litauischen Kollegen Robertas Kaunas am Montag in Berlin forderte er die Verbündeten auf, ihrerseits mehr zu tun. Deutschland habe bei der Luftverteidigung "überproportional viel getan", sagte Pistorius. So seien mehr als ein Drittel der eigenen "Patriot"-Systeme abgegeben worden. "Mehr geht nicht, weil wir selber warten auf Ersatzlieferungen." Bei den "Iris-T"-Systemen sei Deutschland der einzige Lieferant und rüste die Ukraine kontinuierlich aus. Dies reiche angesichts der massiv gestiegenen russischen Angriffe jedoch nicht aus. "Deswegen wäre es gut, wenn der eine oder andere noch etwas findet und liefern kann, um die Ukraine zu unterstützen."

Der Aufbau der deutschen Brigade in Litauen schreite voran, sagte Pistorius weiter. Derzeit seien 500 Angehörige der Brigade permanent vor Ort. Ende Januar würden zwei in Deutschland stationierte Bataillone der Brigade unterstellt. Nach Fertigstellung der Infrastruktur in Litauen sollen sie dorthin verlegt werden. Im Februar werde zudem die multinationale Battlegroup unterstellt, womit dann rund 1800 Brigadeangehörige in Litauen Dienst leisten würden. "Wir sind im Zeitplan", sagte Pistorius.

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